Sonntag, 8. August 2010

Namibia - Botswana - Namibia

Nach ein paar Tagen in der wohl langweiligsten Stadt welche wir bis jetzt gesehen haben holen wir also Manuel am Flughafen ab und verlassen Windhoek nach Osten. Der Grenzübergang nach Botswana war dann relativ schnell erledigt, nervig waren nur die ewigen Kontrollen wo man immer mal wieder die Füsse auf dreckigen nassen Lappen "desinfizieren" musste und die Durchsuchung ob man auch wirklich kein Fleisch dabei hat. Die Bratwürste und das Bündnerfleisch aus der Heimat wurden natürlich immer gut versteckt und so musste nur einmal eine Packung Hackfleisch daran glauben und "Hörnli und ghackets" ist an diesem Tag in weite Ferne gerutscht:-(

Nach einem Abstecher in Ghanzi, wo wir alleine auf Grossleinwand das Finale geschaut haben und unsere ersten Bratwürste seit Monaten verschlungen haben sind wir nach Maun gefahren. Die Besichtigung der "Krokodilfarm" war dann ein wenig enttäuschend, nach der sandigen Anfahrt haben wir uns mehr davon erhofft. Die armen Dinger werden da mehr oder weniger gestapelt gehalten um danach zu einer Tasche oder einem Gurt verarbeitet zu werden, kein Wunder sind die ein wenig deprimiert und beissen schon mal einem Arbeiter den Arm ab, unser Guide zumindest hatte nur noch einen davon. Wir sind dann natürlich auch noch, in ein für Sabrinas Geschmack, viel zu kleines Flugzeug gestiegen und haben uns da das grösste Binnendelta der Welt aus der Luft angeschaut. Der Vorteil von dem Flugzeug im Okavango Delta ist natürlich dass man nicht stecken bleiben kann:-) Der Flug war genial, die Landschaft bezaubernd und wir konnten viele Elefanten und Büffelherden aus der Luft ausmachen welche sich den Weg durch das unendliche Gewirr aus kleinen Flüssen und Seen suchten. Der Pilot war dann auch noch zu dem einen oder anderen Spass aufgelegt und hat die abgemachten 100 Höhenmeter um etwa 95m unterschritten und so sind wir wie in einer Achterbahn einem Flusslauf nachgedonnert. Wir habens überlebt und Sabrina schwärmt noch immer von diesem Tag, somal auch das Nachtessen (Bratwürste mit Pommes und Zwiebelsauce) einfach nur genial war:-)

Auf dem Weg zum Chobe Nationalpark hat sich dann Walter mal wieder gemeldet. Vor jedem Start musste Gianni mit Hammer und Schraubenzieher unter das Auto um den Anlasser kurzzuschliessen. Anfangs hat uns das nicht schockiert und wir sind fröhlich nach Kasane gefahren von wo aus wir dann einem Ausflug nach Zimbabwe unternommen haben um die Viktoria Fälle zu sehen. Die Warnung einen Regenschutz mitzunehmen haben wir nicht wirklich ernstgenommen, so kam es dann dass wir nachdem wir die ganze Zimbabwische Seite der Fälle abgelaufen haben puddelnass waren. Zurück in Kasane sind wir dann im Chobe Nationalpark auf Pirschfahrt gegangen. Elefanten haben wir nur wenige gesehen, obwohl der Park ja die grösste Population der Dickhäuter hat. Aber wie immer, wenn nicht das eine, dann kommt das andere, so konnten wir eine Gruppe Löwen von mindestens zehn Tieren ausmachen welche sich gerade einen Platz suchten um danach wahrscheinlich den ganzen Tag nur faul im Schatten eines Baumes zu hängen. Am Abend haben wir dann auf einem Boot Platz genommen um vom Chobe Fluss aus den Park zu sehen. Auf den vielen Inselchen sahen wir grosse Herden von Elefanten und Büffeln, im Wasser tummeln sich die Flusspferde und gerade als wir uns gefragt haben wie wohl die Elefanten da raus kommen können wir dem Schauspiel zuschauen wie eine Herde mit vielen jungen den Fluss überquert um die Nacht auf dem Festland zu verbringen. nach einem Wunderschönen Sonnenuntergang gehen wir in die nahegelegen Lodge und essen uns durch die Spezialitäten, vom Kudufleisch bis zu leckerem Dessert war alles dabei:-)

Nun, also wieder unter den Bus, ein paar Funken und das Auto läuft. Wir fahren zurück nach Namibia um durch den Caprivi-Streifen in den Etosha Nationalpark zu gelangen. Langsam aber sicher macht uns der Anlasser sorgen, obwohl wir schon verschiedene tricks ausgearbeitet haben wie wir mit anschieben ins fahrende Auto springen können, Fact ist, einer muss immer raus und wir wurden uns nicht ganz einig wer das sein wird wenn wir neben einem Löwen oder Leoparden stehen:-) Also haben wir in Rundu eine uns einigermassen vertrauenswürdige Garage ausgesucht und der Anlasser wurde ausgebaut und gereinigt. Ein paar mal probestarten und relativ optimistisch weiter in den Park. Die Etosha Pfanne ist schon Landschaftllich ein wunderschönes Erlebnis, die vielen Tieren machen das Vergnügen perfekt. Komischerweise wurde unser Bus in dem Park genau so oft Fotografiert wie die Tiere, so passierte es zum Beispiel auch, dass wir gerade neben zwei wunderschönen Löwen parken und die vielen anderen Auto neben uns um uns immer und  immer wieder die selben Fragen zu stellen. Eine Szene im Park hat uns aber schon sehr verunsichert. Wir machen gerade Pause auf einem Parkplatz in einem Camp als ein Sandbrauner Landrover neben uns hält und auf Schweizerdeutsch hören wir dann aus dieser Seite "vu Graubünda" und "Grüezi". Zwei Dinge irritierten uns an der Situation sehr: ersten, warum kann der Landrover sprechen und zweitens, wo hat der Schweizerdeutsch gelernt? Die Tarnung flog auf, als sich "Familie Safari" von dem Auto entfernt, getarnt im Pickfeinen Safarioutfit wie aus einen "Werbeprospektli". Wir haben uns fast totgelacht und später im Kiosk drei Magnum Almonds gegönnt, "Tochter Safari" hat das gesehen und wollte natürlich auch eins, "Mami Safari" hat dann aber gemeint, dass man sich damit den Magen verderben kann, so haben wir unser Glace genossen und "Familie Safari" hat wahrscheinlich "Guezli" vom Migros vertilgt:-)

Die Tage im Etosha Nationalpark waren einfach genial, an den vielen Wasserlöchern kann man in der Mittagszeit immer wieder wunderschöne Szenen erleben, natürlich haben wir Löwen, Elefanten und Nashörner gesehen und einen Leoparden 2Stunden lang beobachtet wie er sich sorgfältig an verschiedene Tiere angepirscht hat um am Schluss einem Hasen nachzujagen, welcher aber zu schnell war. Wer weiss, vielleicht hatte ja "Famile Safari" erbarmen und dem erfolglosen Jäger ein "Guezli" abgegeben:-)

Nach unserem Abstecher im Etosha fuhren wir noch ein bischen weiter Richtung Nordwesten um uns eine Himbasiedlung aus der Nähe anzusehen. Spannend diesen Leuten in ihrem Dorf bei der täglichen Arbeit zuzuschauen, den Kindern beim melken ihrer Geisen und den Männern beim faul rumsitzen. Der weitere Weg in den Namib Naukluft Park war anfangs sehr monoton und langweilig, erst als wir uns ein wenig verfahren haben und die Nebenstrassen über einige Pässe unter die Räder genommen haben, konnten wir uns wieder an der wunderschönen Landschaft erfreuen, obwohl wir nicht immer wussten ob wir die Steigungen mit dem vollbepackten Bus auch schaffen werden. Im Sossusvlei sind wir dann natürlich wie alle auf dem Camping schon vor dem Sonnenaufgang gestartet, haben es der Masse nachgemacht und sind noch in der Dämmerung auf die Düne geklettert, warum und wieso das alle machen sollten wir aber nicht erfahren, denn der Anblick von unten wäre eigentlich viel schöner. Nachmittags fuhren wir dann auf dem Dach eines Holländers zum Death Vlei wo wir auf einer der hohen Dünen die Aussicht genossen und am späten Nachmittag den wunderschönen Schattenspielen der Dünenkämme erleben konnten.

Auf direktem Weg ging es weiter an die Küste, durch Steinwüste, Schluchten, endlose Ebenen und Sandwüste erreichen wir Swakopmund welches uns mit Schweizer Temperaturen, Nebel und mit viel "Deutsch" empfängt. Gianni hat dann wieder mal das Bett bewacht und Sabrina ist mit einigen Malariatest aufgetaucht. Der erste war positiv, aber nur weil die Flüssigkeit im Test gefehlt hat und Sabrina die selber auswechseln musste, der zweite war unvollständig und der dritte hat sich dann dagegen entschieden, welchem wir dann auch vertrauten:-) So haben also Sabrina und Manuel den Bus Gianni  überlassen und sind mit einem Landrover Truck auf Erkundungstour in die Wüste gefahren wo sie viele kleine Käfer, Schlangen und auch Chamäleons sehen konnten.

Gianni ging's dann schon bald wieder viel besser und wir mussten natürlich zurück nach Windhoek, also haben wir uns auf dem Weg in den Osten noch die Spitzkoppe angeschaut und einen Stopp bei der Ameib Farm gemacht. Kurz die Höhle angeschaut wo ein paar "Künstler" mal in ferner oder naher Zukunft ein paar Tiere an der Wand gemalt haben und bei den riesigen Runden Felsen ein letztes Picknick genossen.

13 namibia

Diese Wochen zu dritt waren wirklich wunderschön, gerne denken wir daran zurück. Namibia und Botswana sind super Reiseländer, welche sehr viel zu bieten haben, nächstes mal würden wir uns einfach zwei Namibische Nummernschilder montieren, denn es ist relativ "deutsch-europäisch" angehaucht, ab und zu muss man dann auch eine abgekürze Geschichte erfinden um auch noch ein bischen Zeit für sich zu haben. Aber wir verstehen das natürlich:-)

Namibia/Botswana

Gruass und bis bald, Sabrina und Gianni

Ps. Entschuldigung für die vielen Bilder, aber wir konnten uns diesmal sehr schlecht entscheiden:-)

1 Kommentar:

Elk-on-Tour hat gesagt…

Hey ihr 2 Lieben! Schön zu hören, dass es euch in Botswana und Namibia gut gefallen hat. Wie sehen eure weiteren Pläne aus? Wir sind gerade in Ouaga und fahren über Mali und Mauretanien nach Marokko. Vie$leicht sieht man sich ja noch einma$l auf dem afrikanischen Kontinent...
Ansonsten bis bald in der Schweiz! LG CM