Sonntag, 30. Mai 2010

Südafrika zum ersten

Boahhhh ist das Land gross, und man kann echt viel machen hier. Aber zuerst mal wieder "Gruezi" und so, und ja, wir versuchen uns kurz zu halten:-)

Also hmm, wo sollen wir anfangen? Genau, am Anfang vom Ende, denn Südafrika wird so wie's aussieht eines der letzten Länder sein welches wir "dieses" mal bereisen. Wir hatten da ja Anfangs in Südafrika unsere kleinen harmlosen sogenannten "Entzündung's" Probleme: Bei Walter entzündeten sich die Innereien und bei Sabrina alle 76 Mückenstiche welche sie sich auf dem Weg von Europa bis nach Südafrika gesammelt hatte. Gianni operierte also als Löschmeister und hat Walter ein paar Plaster verpasst und Sabrina neue Kabel ähhhh nein natürlich anders rum.

Soweit so gut, als das erledigt war also auf direktem Weg zu der Bank welche auch als WM Ticket Center herhalten muss. Schnell zwei Tickets für eines der Schweizer Gruppenspiele gekauft und glücklich und zufrieden weiter Richtung Norden. Auf der Panorama Route haben wir mal wieder Seelentherapie gemacht und ein paar richtige Berge in angenehmen Klima gesehen, Tropfsteinhöhlen besichtigt und entlang dem Blyde River Canyon Richtung Norden viele schöne Tage verbracht. Sabrina's Geburtstag wurde natürlich auch angemessen gefeiert, da wir ja seit Nairobi auch im Besitz eines "portablen" Backofens sind wurde sogar ein Schoggikuchen gebacken, die Füllung war auch aus Schoggi und dreimal kann man raten aus was die Glasur war? genau, auch aus Schoggi. hihihi wir mussten Das Geburtstagsessen um einen Tag verschieben, wir hatten keinen Hunger mehr nach dem Dessert, so gab es dann halt einen Tag später Partyfilet im Speckmantel welche natürlich auch mit dem Backofen wunderbar gemacht werden können. Das Filet reichte dann locker noch für zwei Tage mehr, denn die Südafrikaner haben irgendwie andere Masseinheiten was Fleisch angeht, wir haben wirklich nur ein kleines Stück bestellt an der Theke. Nach diesem kulinarischen Höhenflug also zurück zu Pasta und Tomatensauce und wir hatten da noch ein versprechen einzulösen: Walter wollte unbedingt auch noch die Big5 sehen wenn er schon mal in Afrika ist, also sind wir Richtung Krüger Nationalpark gedüst und dachten wir können da mal kurz ein paar Tage Safari machen gehen. Stopp, nicht so einfach, wir sind in Südafrika, an der Reception wird man dann höflich gefragt ob wir gebucht haben. Hmmmm ist wohl eine Scherz, natürlich haben wir gebucht sagen wir spontan, morgen haben wir mit den Löwen und Elefanten abgemacht und übermorgen haben wir die Leoparden, Nashörner und Büffel für ein kleines Fotoshooting gebucht. Kam nicht so gut an unser Spass kurz vor Feierabend, haben dann aber noch ein bischen gejammert und gelabert, kurze Zeit später wurde doch noch ein Platz gefunden und alle waren glücklich für einige Minuten. Als es dann ans registrieren ging wurde mal wieder unsere Autonummer zum Problem, diesmal war sie weder zu klein noch zu gefälscht, nein sie ist nicht aus Südafrika was zu Verwirrung führte. Wo wir dann das Auto gemietet haben, wem es gehört? Uns, ist aus der Schweiz. Wohin verschifft, Reisebestätigung blablabla? Nix Schiff, ein Auto gehört auf die Strasse, damit sind wir von der Schweiz direkt vor euer Büro gefahren. Häääää, es gibt eine Strasse von der Schweiz zum Krügerpark? Jop, gibts. Karte holen und zeigen. So ging das dann hin und her, am Schluss wurden wir richtig gute Freunde mit den beiden Mädels, und natürlich war dann auch auf einmal Platz da für uns.

Cool, also rein ins Vergnügen und ein paar Tage Safari mit Walter geniessen. Der Park ist wirklich gerammelt voll mit Tieren, wir haben fast eine Woche darin verbracht, sahen jeden Tag Löwen aus nächster Nähe, wurden mal wieder von Elefanten blöd angetrötet und haben an einem Tag zweimal einen Leoparden direkt neben dem Auto gesehen. War wirklich sensationell, wären am liebsten noch viel viel länger geblieben, wir mussten aber wirklich weiter, hatten noch eine Verabredung in Johannesburg, was nicht gerade um die Ecke ist.

So, ab nach Johannesburg zu Gysela und Christian, welche uns für ein Wochenende auf Ihre Farm eingeladen haben und wir uns schon riesig darauf gefreut haben.

Kurz zur Geschichte, im Jahre 2002/03 sind Gysela und Christian mit ihrem 71er VW Bus von Südafrika nach London gestartet, die beiden haben es bis nach Deutschland geschafft, dort wurden sie dann von der Polizei gestoppt, da der Bus ein wenig Öl auf der Autobahn verteilte und zum TÜF Test gezwungen, was dann auch das Ende der Reise war und der Bus wurde verkauft. Die beiden Leben jetzt in Johannesburg und haben Südlich von der Stadt noch eine kleine Farm (2Hektar) wo man Campen kann und sich auch noch zufälligerweise ihr privates kleines VW Museum (12 VW Busse, elf davon T1) befindet.

Wir haben ein richtig schönes Wochenende verbracht, viele nette Leute kennen gelernt, viel gegessen, war einfach nur super. Zum Golden Gate Nationalpark wars dann nur noch ein Katzensprung, da konnten wir mal wieder unsere Standheizung gebrauchen und in unserer schönen warmen "Stube" ein schweizer Raclette geniessen, welches es natürlich hier auch zu kaufen gibt. Wir fühlten uns richtig wohl in den Bergen, konnten Wandern gehen, wenn wir auch nicht immer ganz einverstanden sind mit den Südafrikanischen Streckenführung und ab und zu mal die direkte kürzere Linie wählen, das Panorama auf das Bergmassiv der Drakensberge war einfach nur genial. Natürlich haben wir auch noch im Royal Natal Park vorbeigesehen und wollten zum Amphitheater wandern, Gianni hatte aber irgendwie die schlechtesten Tage seit langem und war nach 100m laufen total am Ende, sodass wir uns die riesige Felsenwand nur von unten anschauen konnten, was sicher nicht weniger eindrücklich war. Seit langem also musste Sabrina mal wieder hinters Steuer für ein paar Kilometer, was natürlich zur Folge hatte dass wir unsere erste Polizeitkontrolle in Südafrika erlebten. hihihi man ahnt schon was jetzt kommt. Der Typ war allein und Gianni nicht zum Scherzen zumute, als er dann auch noch anfing das Auto zu kontrollieren und die Hupe hören wollte grrrrrrrrrrrrr Mensch, die funzt doch nicht du Hirni, die Schlammpackung, welche uns seit Uganda das Auto von unten konserviert verhindert den halt der Druckluftschläuche. Also ist ein in Winterjacke und Schal eingepackter, schlechtgelaunter Beifahrer ausgestiegen, wortlos unters Auto gelegen, hat alles sortiert und eingesteckt und kurz vorgehupt, bei den Rückwärtslichter musste der Leergang eingelegt werden, da diese seit neustem nicht mehr im Rückwärtsgang funktionieren etc. war dann alles in Ordnung bis auf dass wir irgend ein Sticker nicht haben welchen wir unbedingt brauchen blablabla, kostet euch blablabla, ignorieren und nach dem Wetter fragen hat geholfen, war wieder mal Fehlalarm:-)

So, Schluss für heute und bis zum nächsten mal wenn's heisst: Fahrzeugkontrolle!!!!! Nein Scherz, wir sind optimistisch, dass das die letzte Berichterstattung mit Polizei war:-)

Südafrika 1

Sabrina und Gianni

Montag, 10. Mai 2010

Dar es Salam - Malawi - Mozambique

Noch nie waren wir soo froh, einen "Exit" Stempel eines Landes in den Pass geknallt zu bekommen wie bei der Ausreise aus Tansania. Mit dem Fussvolk in Tansania konnten wir uns einfach nicht anfreunden, auch wenn wir noch so wollten am Ende war es doch immer eine Entäuschung, die Polizeikontrollen sind ein eigenes Kapitel wert:-)

Kapitel 1: Eure vordere Nummer ist zu klein, dafür müsst Ihr mir eine Busse bezahlen! Auf Schweizerdeutsch haben wir im dann erklärt, dass die Nummer dazu auch noch gefälscht sei und die Rückfahrlichter auch nicht funktionieren, dazu seien wir auch noch bei der letzten Ampel bei hellgrün rübergerast, ob er das doch bitte auch noch aufschreiben wolle. Wie angenommen wurde es Ihm zu doof und wir konnten weiter zu.....

Kapitel 2: Ihr seit in der 50ger Zone mit 68Km/h gefahren, dafür müsst ihr mir eine Busse bezahlen. Wir haben mit einem breiten Grinsen im gefragt, ob er sich sicher sei, ob so ein altes Auto so schnell Fahren könne, er soll doch bitte seine Spielzeug"speed"pistole kontrollieren lassen. 1:0 für uns, danach kam das wartespielen, wer mehr Geduld hat gewinnt, 2:0 für uns, denn er sah wie die anderenn Autos an Ihm vorbeifuhren, da funkelten natürlich die Dollaraugen des Offiziers und wir konnten zu ....

Kapitel 3: Routine Kontrolle am Strassenrand (pinkeliger als die Schweizer MFK). Scheibenwischer, Blinker, Rüchfahrlichter und das ganze PiPaPo wurde auf Herz und Nieren kontrolliert, das dauert  natürlich wenn der liebe Herr das zum ersten mal macht und sich dazwischen immer noch überlegen muss wo er uns jetzt am besten drankriegt. Wir gewannen und gehen zu....

Kapitel 4: 5Km/h zu schnell. Ok, glauben wir nicht, wir können das im GPS kontrollieren, dazu gibts ja noch die Differenz und sowieso.......5min. später haben wir eine zweite Busse am Hals, wahrscheinlich fürs Diskutieren oder so. Hmmmmm eigentlich wollten wir mit dem letzten Geld noch günstig tanken, natürlich sind die alle bestechlich, also kurz unten durch ein paar Dollar geschoben. Stolz darauf sind wir sicher nicht, aber nach 10Kontrollen am Tag war uns das eigentlich relativ egal, dazu werden wir diese Land sowieso nie mehr besuchen und würden es auch niemandem empfehlen......zum Glück lernen wir später noch andere Reisende welche auch schlechte Erfahrungen mit den Leuten in Tansania gemacht haben, somit sind wir kein Einzelfall

So, wir also in Malawi, der schleimige Botschafter in Dar es Salam persönlich hat Sabrina (mit mir sprach er nicht) versprochen, dass es das schönste Land Afrikas sei, die freundlichsten Leute uns dort begegnen werden und sowieso, die Werbebroschure welche er Sabrina noch schenkte sah auch sehr vielversprechend aus. Wir haben uns also auf der wunderschönen Küstenstrasse am Malawisee Richtung süden vorgearbeitet und immer mal wieder ein paar Tage auf den wunderschönen Campings relaxt. In Monkey Bay haben wir dann Luisa und Familie welche wir von Dar es Salam kannten wiedergetroffen und eine schöne Zeit verbracht. Natürlich haben wir Walter noch in Holz und Miniatur nachbauen lassen, wäre ja wie wenn man in Agypten die Pyramiden nicht anschaut. Die Leute in Malawi waren wirklich sehr freundlich und unserer Meinung nach auch Glücklich, selten haben wir soviele Lachende Gesichter gesehen. Das wie man es sieht wenn man mit dem Auto unterwegs ist ähnelt natürlich aber sehr dem wie in Kenia, Uganda und tansania. Die Frauen tragen mit ihren "Tragetüchern" die Kinder kilometerweit, dazu immer noch ein Topf mit Wasser oder ein Bündel Holz auf dem Kopf. Die Männer stehen den ganzen Tag am Strassenrand und warten bis ein "Mzungu" vorbeifährt um diesem dann zuzuwinken und nachzuschreien. Natürlich gibt es auch Männer welche arbeiten, die meisten mähen den Rasen am Strassenrand. Das Gerät dazu sieht aus wie eine alte Blattfeder eines LKW's welche am Ende angeschliffen und abgebogen ist. Mit der richtigen Technik und dem nötigen Schwung wird damit der Rasen richtig abrasiert. Betriebswirtschaftlich gesehen ist das wahrscheinlich Blödsinn, aber wenn pro 100m 10 Männer Ihren Familien etwas zum Essen kaufen können macht das schon Sinn, bei uns kauft sich pro 100km Rasenmähen 1 Mann ein neues iPhone:-)

Weiter nach Mozambique. Wir haben unser Tempo verschärft, wenn auch nur ein bischen. Irgendwann hatten wir mal die Idee an Sabrinas Geburtstag in Südafrika zu sein und Mozombique zieht sich sehr in die länge. Per SMS haben wir erfahren, dass man sogar mit einem "Estonia" Pass an der Grenze ein Visum erhält, also sollte das für uns auch kein Problem sein, sodass wir nicht nach Lilongwe auf Visashopping Tour gehen müssen (wobei das eigentlich das angenehmste Shoppen in Afrika ist, da herschen Fixpreise, hihihi). Grenze schnell  und unkompliziert erledigt und ab auf die Strassen. Auch hier wird wieder Rasengemäht:-) Den Sambesi überqueren wir in Tete auf einer einspurigen Brücke welche nur ab und zu ein paar LKW's passieren lässt, so kommt es auch, dass diese Tagelang in der Schlange warten um endlich Richtung Norden oder Süden weiterzufahren da es keine andere Möglichkeit gibt den Fluss zu queren, wenn sie dann fahren könne muss natürlich die Zeit aufgeholt werden, kann man sich etwa vorstellen wie das auf den Strassen abgeht. An den schönen Stränden am Indischen Ozean haben wir natürlich auch ein paar mal einen Stopp eingelegt, das Klima war um einiges angenehmer als noch an der Küste in Dar es Salam oder in Mombasa. Wie überall in den Ostafrikanische Staaten ist es auch in Mozambique üblich, dass wenn wir anhalten sich innert Sekunden eine Menschentraube um dem Bus versammelt. Noch nie hatten wir aber Probleme und haben auch in Mozombique wie immer Fenster geöffnet und uns mit den Leuten so gut es halt geht einem portugiesisch sprechenden Land Unterhalten. Eine Hand hat sich dann aber in dem Bus verirrt, hat alles schön abgesucht und war aber bei Sabrina's Sonnenbrillen zu wählerisch bevor wir es bemerkten. Wir haben die Hand zu fassen bekommen und mussten nur ganz kräftig das Handgelenk umdrehen um an den vielen Gesichtern zu erkennen zu wem die Hand gehört:-)

11 dar-nels

Nach Mozambique sind wir also nach Europa ähhh Südafrika eingereist. Noch nie war es an einer Grenze so strukturiert wie hier. Zack Peng Mereng und wir befinden uns auf einer wunderschönen Strasse mit Pannenstreifen, Übergrossen Einkaufszentrums, Campingplätzen mit Sanitären Einrichtungen usw. Die ersten Tage haben wir echt oft Gestaunt und waren immer wieder überrascht über die Gastfreundschaft der Südafrikaner, natürlich ist es aber hier viel anonymer als in den letzten Länder, als Beispiel wollten wir noch in Stadt um die Kühlbox mit Fleisch und Bier zu versorgen, Walter hatte aber überhaupt keine Lust und es gab einen kleinen Kabelbrand im Heck des Autos. Die umstehenden Leute haben kurz geholfen das Auto wegzuschieben und sind dann gegangen, wir konnten in Ruhe ein paar Meter neue Kabel verlegen ohne dass jemand geglotzt und doof gequatscht hat......was für ein Land, da macht sogar eine autopanne Spass:-)

Malawi Mozmbique

Bis zum nächsten Schreibanfall

Sabrina und Gianni