Mittwoch, 24. März 2010

Nairobi - Kampala

So, schon wieder News aus der Front. Nach unserem "Familienurlaub" konnten wir unseren Bus im Jungle Junction in Nairobi wieder in Empfang nehmen, haben noch die eine oder andere Reparatur bzw. Modifikation vorgenommen und sind dann langsam Richtung Uganda losgefahren. Lake Naivasha und Eldoret sollten also unsere letzten Stationen von einem sehr langen Kenia Aufenthalt werden.

Uganda 0000

Nach einer kurzen Prozedur an der Grenze sind wir dann Richtung Sippi Falls gefahren. Da die Regenzeit langsam einsetzt wussten wir nicht genau was uns erwartet, da Wochen zuvor mehrere Personen um das Mt. Elgon Massiv evakuiert werden mussten. Ohne Probleme und bei schönstem Wetter erreichen wir das Dorf Sippi, wo auch die Fälle sind. Auf einer 4stündigen "Wanderung" erreichen wir alle drei Fälle, springen zwischendurch auch mal ins Wasser und geniessen die schönen Wege durch Bananen- und Kaffeeplantagen.

Wie überall in Ostafrika hört man jeden Sonntag laute Musik aus den vielen Kirchen am Strassenrand, wir haben uns dann mal kurz an den Türrahmen gestellt, wurden kurze Zeit später ins innere der aus Wellblech bestehenden "Kirche" gebeten und auch sofort wurde den beiden "Mzungus" ein Stuhl bereit gestellt. Das ganze Dorf war wie jeden Sonntag versammelt und es glich eher einem grossen Fest als einem trockenen "Gottesdienst". Super.

Die Polizisten in Uganda gleichen eher Oberärzten und Hebammen in Ihren weissen Uniformen als wirklich ernstzunehmende Beamten. So war dann auch unsere erste Kontrolle der Oberlacher. Zuerst wurde das Licht kontrolliert, dann die Scheibenwischer und danach sollten wir das Scheibenwischwasser einschalten.....hihihi, dazu müssten wir zuerst an einer Tankstelle mit einem Kompressor Druck im System aufbauen, so passiert es, dass das Wasser kaum aus der Düse an den Boden tropfte und die Scheibe blieb trocken, wir im Auto konnten uns kaum halten vor lauter Lachen. Zum Schluss wollte er noch die Warnblinkanlage sehen.....hihihi, haben wir keine. Als der lustige Beamte uns dann im vollen ernst dafür eine Busse schreiben wollten, lenkten wir das Thema kurzerhand von der fehlenden Warnblinkanlage auf die super netten Polizisten in Uganda, die super Strassen im Vergleich zu Kenia usw. Die Busse wurde vergessen und wir fahren mit einem Grinsen bis hinter beide Ohren weiter:-)

In Jinja haben wir zwei wunderschöne Tage direkt am Nil verbracht und fuhren dann weiter Richtung Kampala um uns das Rauanda Visum zu besorgen. Kampala haben wir uns eher als ein Provinznest vorgestellt, eine Streusiedlung auf sieben Hügeln, der Verkehr ist aber schlimmer als in Cairo, es wird auch nicht gehupt, sondern einfach gefahren. Zum Glück sind wir anpassungsfähig und konnten uns so in mehreren Stunden im "City Center" durch die Massen kämpfen:-)

In Uganda fährt man "Boda Bodas", also wollten auch wir das günstige Motorradtaxi nutzen um unser Visa abzuholen, ich habe keine Ahnung was ich mir gedacht habe als ich den Fahrer gefragt habe ob wir auch zu zweit bei im aufsitzen dürfen. Mit einem Grinsen im Gesicht hat er uns das erlaubt, ist ja auch kein Wunder, wenn die Einheimischen zu viert mit sieben Hühnern damit durch die Stadt fahren, hat es für zwei "Mzungus" auch Platz:--) Die fahrt war Halsbrecherisch, Der Fahrer bekam fast keine Luft, da sich Sabrina so fest an Ihm festhielt, trotzdem ein super Erlebnis.

Weiter wollten wir im Norden in den Murchinson Nationalpark. Schon lange sind wir keine richtig langen Pisten mehr gefahren, die Tage im Norden Ugandas sollten das ändern. Der Ausflug mit dem Boot zu den Fällen war sehr schön, am Ufer konnte man Büffel und Elefanten beobachten, viele Hippos, die wohl hässlichsten Tiere neben den Maribus tauchen in Massen immer wieder direkt neben dem Boot auf und auch riesige Krokodile konnten beobachtet werden.

Einen Tag später fahren wir mal wieder mit Walter auf Safari, Büffel, Elefanten, Giraffen usw. in einer genialen Landschaft zu beobachten war wie immer ein Traum. Walter hat sich auch als Fluchtfahrzeug bewährt, als wir direkt (damit meinen wir auch direkt) neben einem Elefanten halt machen um noch ein paar Fotos zu schiessen, startet der laut trötend den Angriff auf uns, der erste Gang wurde relativ schnell gefunden und ab ging die Post. Keine Ahnung was der für ein Problem mit uns oder dem Bus hatte, vielleicht wollte er Geld für die Fotos, wie alle in Afrika:-)

Die letzte Nacht im Park war dann sehr regnerisch, sodass die 80km Piste aus dem Park das reinste Abenteuer mit unserem Auto darstellte. Viel Schlamm in den ungeeignetsten Steigungen mit Stufen und Wasserlöcher machten uns das Leben schwer, der umgestürzte Baum auf der Strasse wurde für uns auf die Seite geräumt von einer Gruppe Amerikanern, welche wie immer noch ein paar Fotos vom Auto machen und uns mit einem "i love this car" oder "nice car" verabschieden.

13 Uganda

Jetzt sind wir wieder in Kampala, erklären allen Amerikanern stündlich wie man mit so einem "nice car" nach Afrika fährt und geniessen die warme Dusche und das kalte Bier:-)

Sabrina und Gianni

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