Montag, 8. Februar 2010

Sudan 15.12.2009-27.12.2009

Um den 10.Dezember versammelten sich immer mehr Overlander um und auf dem Camp in Aswan, und alle hatten das selbe vor: am 14.Dezember mit auf dem Boot zu sein welches Richtung Wadi Halfa tuckert. Viele Gerüchte über wie, was, wo und sowieso geisterten herum, und trotzdem wusste niemand genau wie das jetzt ablaufen soll, wie so oft in Ägypten. Fact ist, am 13.Dezember wurden die Fahrzeuge verladen und ein Tag später haben wir es uns auf der “Fähre” mit mehreren Einheimischen gemütlich gemacht. Details über die Verladung und die Bürokratie in Aswan werde ich jetzt hier nicht niederschreiben, bin grad so relaxt, mag mir den Tag nicht versauen:-) Die Nacht auf dem Deck unter Sternenklarem Himmel, war dank dem Meteoriten Hagel, welcher mehrere unendlich lange Sternschnuppen quer durch den Himmel jagte ein super Erlebnis. In Wadi Halfa warteten wir dann noch ein paar Tage auf die Autos und tranken Tee. Wadi Halfa ist relativ einfach zu beschreiben, denn ausser 3 Restaurants, 123 Tuck Tucks und 256 alten Land Rovern gibt es da nichts. Irgendwann kamen dann unsere Autos auch alle an, und Marc und ich machten uns auf die Suche nach einer 46er Nuss um das Rad von Walter anzuschauen. Wir fanden dann irgendwo am Strassenrand einen Mechaniker, welcher zufälligerweise ein solches Tool zu Verfügung hatte (es ist zwar nur ein mit dem Hammer passend gemachtes Rundrohr, aber es funktioniert). Bus hoch, Rad weg, schleifen, hämmern, anziehen und Walter war wieder fit, an dieser Stelle nochmals Danke an Marc und Sonja.

Nun, schon eine Woche nicht mehr in unserer 4Zimmer Wohnung geschlafen, schon lange nicht mehr gefahren, es wurde Zeit Wadi Halfa und die netten Leute zu verlassen und ein wenig von dem Flächengrössten Land Afrikas kennenzulernen. Wir fuhren dem Nil entlang Richtung Dongola, querten dann auf der neuen Strasse die Wüste, besuchten die Pyramiden in Meroe und entschieden uns auch noch die Tempel … zu besuchen bevor es dann nach Khartoum geht. Die Piste zu dem Lion Tempel war wunderbar, man fuhr durch eine Steppenartige Landschaft und begegnete nur wenigen Leuten welche mit ihren Eseln Wasser durch die Wüste schleppten. Nach der Besichtigung der Tempel sagte man uns, dass die Piste zu dem … Tempel kein Problem wäre, also Vollgas, den schauen wir uns auch noch an wenn wir schon mal da sind. Hmmmmm, war wohl nix, nach zweimaligem festfahren wurde dann der Sand immer tiefer, und denn Rest kann man sich ja wieder mal denken. Walter aus dem Sand zu bekommen war dann ein hartes unterfangen, denn die nahezu 40Grad vereinfachten die Situation nicht unbedingt. Die Nächte in der Wüste waren aber wie immer ein super Erlebnis.

Die Strasse von Atbara nach Kartoum wäre eigentlich wunderschön, wenn da nicht so viele Brummis unterwegs wären. Verschiedene Faktoren verkomplizieren zum Beispiel ein Überholmanöver: Zum Beispiel sitzt der Pilot rechts und sieht so gut wie gar nichts, oder unser UuÜ Problem (Untermotorisiert und Überbeladen) dazu kommt noch, dass die Sudanesen nicht 40ig, sonder 80ig Tönner durch die Gegend kutschieren, d.h. wir brauchen jeweils fast fünf Minuten um so ein Lastzug zu Überholen:-)

In Kartoum finden wir den Blue Nile Sailing Club relativ schnell und quartieren uns ein. Die Tage verbrachten wir mit dem Besuch von Ondurman und dem Mahdi Museum, den Autos spendeten wir neues Öl und schmierten sie mal wieder richtig ab und an Weihnachten musste natürlich ein Kuchen gebacken werden und ein Fondue durfte auch nicht fehlen. Die Leute welche hier verkehren gehören zu der Oberschicht, was das Bild vom Sudan und Khartoum natürlich etwas verfälscht, Sie sind aber unglaublich hilfsbereit, freundlich und interessiert, wie alle Leute welche wir im Sudan kennengelernt haben. An unserem letzten Tag in Khartoum wurden wir noch zu einer Segelregatta auf dem Nil eingeladen. Jeder wurde einem Boot zugeteilt und loss gings. Sabrina hat sich so richtig ins Zeug gelegt (siehe Bilder) trotzdem hat aber Gianni mit seinem Boot die Regatta mit einem riesen Vorsprung gewonnen. Am Abend haben wir uns dann noch die Derwische in Ondurman angeschaut, was ein super Erlebnis war, wie immer waren die Sudanesen sehr freundlich und zuvorkommend, was unter einer so grossen Ansammlung von Menschen richtig angenehm war, vor allem da nicht viele Touristen dieses Spektakel besuchen.

Nach diesen schönen Tagen verlassen wir also Khartoum Richtung Äthiopische Grenze. Östlich von Khartoum wird die Landschaft immer Fruchtbarer und ……… die Polizeikontrollen immer lustiger. Zum Beispiel wollte einer meinen Fahrausweis sehen, da der irgendwo hinten in der Wohnung war gab ich im meinen Int. Ausweis, er schaut ihn an und meint das sei keiner, ich zeige ihm das Foto, er grinst quer durchs Fenster rein und meint das sei nicht ich. Hmmmm natürlich bin ich das, danach grinst er noch mehr und lässt uns weiter. Dann gibt es auch noch grosse wichtige Bücher, wo jeweils unsere Daten aufgenommen werden, lustiger weise schreiben die immer andere Sachen rein, ich hieß auch schon zum Nachnamen Chur, oder Sabrinas Passnummer war ihr Geburtsdatum etc.

Sudan

Der Sudan war ein super Land, mit vielen guten Erfahrungen, spannenden Erlebnissen und neuen Bekanntschaften. Für die Sudanesen ist es sehr wichtig was wir von Ihnen halten, und was wir über Ihr Land denken, Sie sind sehr gastfreundlich und wollen Ihren Ruf, welchen Sie von den Medien glauben zu haben, verbessern. Es ist ein wunderbares und einfach zu bereisendes Land welches wir wärmstens weiterempfehlen können.

Unsere Route im Sudan

7 sudan

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