Montag, 16. November 2009

Jordanien

Jordanien und Syrien sind eigentlich sehr ähnlich, trotzdem aber verschieden, quasi: same same - but different.

Jordanien wird von einem König (Das sind die mit den goldigen Kronen) regiert, Syrien nicht. Jordanien hat eine wunderschöne Königin (vergleichbar mit unserer Aussenministerin), Syrien nicht, da sie ja auch keinen König haben.......sind alles so kleinigkeiten welche diese beiden unterscheiden. Ach übrigens, Autofahren in Jordanien ist nur halb so kriminell wie in Syrien, was den Aufenthalt sehr angenehm machte.

Nun, wir also in Jordanien angekommen, nach einer kurzen simplen Zollabfertigung gings dann Richtung Totes Meer. Das war dann auch der Tiefpunkt unserer Reise (nur faktisch). Die fahrt an der Israelischen Grenze entlang, bei 300m.u.M und über 35 Grad im Fahrerhaus war dann aber nicht so schön (ich weiss, wir sind rechte Sussi's, einmal zu kalt, dann zu heiss). Im toten Meer zu baden war dann aber sehr erfrischend, leicht salzig und ein super Erlebnis, im Pool wurde dann getestet, ob man bei nicht so salzigem Wasser wirklich untergeht -------- > man geht unter

Dann kam dann aber der richtige Tiefpunkt:-) nicht für alle, aber Sabrina hats voll erwischt. Also suchten wir uns ein Platz, wo Sie sich erholen kann, brumm brumm nach Madaba gecruist, auf dem Pausenplatz der griechisch orthodoxen Kirche/Schule eingerichtet und für Sabrina ein Mehrfach Billet für die WC's gelöst. Nach dem Arzt- und Pharmaciebesuch passierte dann nicht mehr viel. Falls jemand wissen will, wo in Madaba der Arzt zuhause ist, bitte Mail an uns, wir haben die GPS Koordinaten gespeichert, ist etwas schwierig zu finden:-)

Nach diesem Aufenthalt fuhren wir weiter zur grössten Attraktion in Jordanien----- > Petra. Der Besuch der erst vor 100 Jahren "wieder"entdeckten Stadt war ein Traum. Unserer Meinung nach lohnt sich ein Besuch in Jordanien schon dafür. Um 6Uhr in der früh standen wir schon auf der Matte (normal stehen wir um 7Uhr auf, also nicht dass jetzt jemand das Gefühl hat wir seien früh aufgestanden:-)), und bei angenehmen Temperaturen laufen wir den Siq runter, nach ca. 40min. taucht dann plötzlich, aus dem nichts, das in die Felsen gehauene Schatzhaus auf. Nach der Besichtigung von dem "zentralen" Teil von Petra haben wir auch noch die 1 stündige Wanderung zu dem Kloster in Angriff genommen. Wie gesagt, Uns hat Petra sehr gut gefallen, man könnte gut auch mehrere Tage dort verweilen, wir empfehlen dies gerne weiter.

Weiter gehts ins Wadi Rum. Die bekannte Wüste mit den aus dem Sand ragenden Felsformationen mussten wir natürlich auch sehen, wenn wir schon in der Nähe sind. Also ein Ticket gelöst, wir mussten nur für die Personen bezahlen, da Walter ja nicht mit vier angetriebenen Rädern auf die Welt gekommen ist, dürfen aber auch nur bis zum Rest-House fahren.....wir fahren also auf der schönen Asphalt Strasse, sehen das die Strasse in Pisten übergeht, niemand hält uns auf, also ab auf die Piste und rein in die Wüste. Irgendwann halten wir an, suchen uns ein Ratsplatz und wollen diesen anfahren, da von hinten ein Jeep kommt will ich ausweichen und ja.......neben der Piste ist halt Weichsand, welcher man ohne ViarliViar wirklich nicht sehr gut befahren kann........egal, wir hatten Zeit, wir befreiten uns und wir fanden einen wunderschönen Nachtplatz. Leider haben wirs nicht geschaft, den wunderschönen Sternenhimmel zu fotografieren, denn wenn man zu blöd ist die Blende richtig einzustellen, dann wird man sofort Bestraft, egal,  die nächste Chance kommt bestimmt (weisse Wüste).

Glaubts mir oder nicht, aber an dem Abend im Wadi Rum überlege ich mir oft, von welchem Allradmobil man das Chassis quasi Plug and Play auf Walter anpassen könnte:-)

Nach diesem Ausflug fahren wir ans rote Meer, welches zu unserer Bestürzung überhaupt nicht rot ist, egal, das tote Meer war ja auch nicht tot. In Aqaba verbringen wir also den letzten Tag, bevor wir mit der Fähre pünktlich mit ein paar Stunden Verspätung nach Afrika (Nuweiba) übersetzen.

Nun sitzen wir schon seit ein paar Tagen bei gutem Wetter in Dahab, machen Ferien in den Ferien und geniessen die Zeit.

Liebe Grüsse Sabrina  und Gianni


Jordanien

Freitag, 6. November 2009

Syrien

“Welcom to Syria”, diese Worte werden wir die nächsten Tage noch öfters hören. Nun sind wir also da, in Syrien. Was wissen wir darüber? Nun, es ist ein kleines Land, mit 185000km2 ein wenig grösser als FL, von welchem sie noch nie etwas gehört haben, man spricht hier also arabisch und die meisten von ihnen auch englisch, wobei sich der Wortschatz auf “Welcom to Syria” beschränkt.

Es soll ein Sprichwort geben: jeder Mensch hat zwei Heimaten, Syrien und die eigene. Auch wir haben zwei Heimaten: Unsere Eigene und der VW Bus, der ist momentan in Syrien, womit sich das Sprichwort bewahrheitet und wir uns in Syrien wie zuhause fühlen, na dann mal los.

Den ersten “richtigen” Tag verbringen wir in Aleppo (Es regnet). Wir bummeln durch den Suk, schauen den geschäftigen Arabern beim handeln von verschiedenen Waren zu (vom halblebendigen Huhn bis zum rosaroten Dessous kann man hier alles auf ein paar km enger Gasse kaufen). Wir besichtigen auch noch die Zitadelle und eine Seifenfabrik und schlendern noch ein wenig in den engen Gassen rum, kaufen Süsse und bittere Waren…….ein rundum gelungener Auftakt in “Welcom to Syria”

Nun, in diesem Land gibts auch noch Wüste, mit der berühmten Wüstenstadt Palmyra. Also brumm brumm durch den Stadtverkehr (Autofahren in Syrien ist super…..wenn man eine laute Hupe hat) und immer schön nach der selbstgezeichneten Karte (Unsere Strassenkarte wurde für schlecht befunden) fahren. Wunderschön, am zweiten Tag, nach einigen km Piste, ausgewaschenen Wadis (es hat ja zuvor auch mal geregnet) erreichen wir dann Palmyra. Wir quartieren uns auf dem Camping ein, um die Stadt zu Fuss zu erkunden. Zuerst dachten wir der Chef vom Camping steht irgendwie auf Marcel und Gianni, dies änderte sich dann aber, als die beiden Damen heimlich hinter dem Rücken der Männer mit “Ketteli” beschenkt wurden, ein wirklich schräger Typ, mit einem wirklich schrägen Wortschatz

So eine Konversation läuft dann ungefähr so ab:

ST:Hello my Friend

W: Hallo, sprichst du Englisch

ST: Welcom to Syria

W: Können wir hier Campen

ST: Welcom to Syria

W: Grins, also ja……..

ST: Welcom to Syria my Friend

usw

ST steh für Schräger Typ, W für Wir

also, Palmyra lohnt sich def, für ein Ausflug. Wir fahren dann mal irgendwann weiter nach Damaskus, wo wir uns mal ausnahmsweise Abends ins Getümmel der Großstadt wagen. Zurück gehts dann mit dem Taxi und wir schauen uns auf dem DVD Tom und Cherry an, der Fahrer übrigens auch grrrrrrrrrr als ob Autofahren in Syrien nicht schon genug Abenteuerlich wäre:-)

4 syria 

Syrien war wirklich wunderschön, gegen Ende wurden wir sogar mit gutem Wetter belohnt (Für was wissen wir auch nicht). Die Leute in Syrien sind super nett, ausser einem Arschgrabscher hatten wir in diesem Land super Begegnungen und auch gutes Essen und wunderschöne Landschaften. Nach einer Woche verlassen wir Syrien, wenn wir mal wieder in der nähe sind, werden wir diese Land aber sicher gerne wieder besuchen kommen


Syrien

Türkei zum zweiten

Der Grenzübertritt nach Syrien dauert, man glaubt es kaum, geschlagene 3 Stunden. Man munkelt, in Syrien sollte man Geduld haben, wir wissen jetzt, dass das zutrifft:-) Bis wir endlich gerafft haben, dass wir um das doppelte so schnell “Behandelt” werden, wenn Sabrina und Caro an dem Schalter stehen, waren wir schon fast durch:-)

Egal, jetzt sind wir in Syrien (Es regnet), und wie es dazu kam also hier:

Von Kaas, wo wir ein paar schöne Tage am Strand verbrachten, und ich noch einen Coiföööör Salon von innen kennenlernen durfte, gings Richtung Anatolien ins Türkische Disney Land, im Volksmund auch Kappadokien genannt. Die Landschaft mit den vielen berühmten Höhlendörfern ist wunderschön, Die Leute, wie überall in der Türkei, sehr freundlich, also ein Ausflug, der sich wirklich gelohnt hat. Als wir dort einen Übernachtungsplatz suchten, und uns ein freundlicher Kiesplatz quasi einlud, darauf zu fahren und da zu Übernachten, passierte es dann, der beste Abend in der Türkei:-) Wir also rauf auf den Platz, und beide Busse bis unter die Achsen in den neuen frischen Kies versenkt, yeahhhh, jetzt kommt auch noch der Besitzer, das kann ja heiter werden (Ich möchte mal sehen, wie Herr Schweizer reagiert, wenn man ihm den Vorgarten umpflügt). Wir wurden dann aber freundlich willkommen geheissen, natürlich dürfen wir auch bei ihm auf dem anderen “befestigten” Teil von dem Platz übernachten. Zuerst mussten wir uns aber noch befreien, danach gabs dann Tee, Kekse, viel Türkische Musik aus seinem Autoradio und zum Schluss noch die Aufklärung in Sachen Muezzin, Beten und die Einstellung der Türken zu Ihrem Präsidenten und der EU.

Apropos Muezzin, meine Auffassung der Dinge lautet Folgendermaßen: Vor ein paar Jahren noch hatte jede Mosche Ihren eigenen “Singer”, da diese aber z.T. Katastrophal waren (Unser Gastgeber erklärte uns, dass er jeweils nicht mehr Schlafen konnte wenn zum Gebet gerufen wurde), gabs ein grosses TSDSS Special (Türkei such den super Singer), in der Jury (Anmerkung der Redaktion) Dütür Bühlen, Dütlüf Dü! Süst und Gülü, wobei der beim Ausscheiden seines Favoriten auch ausstieg:-) Nun, ein gewisser Hmmmm Hmmmmm Hmmmmm aus Istanbul (habe den Namen vergessen) gewann dann also alle Castings und sonstige Shows und drönt jetzt ab CD aus jeder Mosche, quasi der Baschi von der Türkei. hihihi Chum bring en hei:-)

Die Türkei als grosses Land zu betiteln wäre wohl die Untertreibung des Jahres, wir haben ca. 2500km abgespult, haben aber noch lange nicht alles von diesem Land gesehen. In den Bergen wird es empfindlich kalt, was für uns eigentlich kein Problem ist (Standheizung) nur funktioniert halt die “normale” Heizung im Fahrbetrieb nicht, was die herum Kurverei in den Bergen nicht sehr angenehm macht:-)

3 tr

Nun, wie gesagt, jetzt sind wir in Syrien, obwohl so Nahe bei der Türkei, ist hier alles anders, wir freuen uns auf die Zeit hier.

Gruass Sabrina und Gianni



Türkei 2