Donnerstag, 10. Dezember 2009

Ägypten

Die Einreise nach Ägypten und somit definitiv nach Afrika dauerte rund 3 Stunden. Wir haben uns auf 6 Stunden Formalitäten eingestellt, waren also recht irritiert, als wir nach 3 Stunden durch die Schranke fuhren.

Um die Sache mal zu verdeutlichen, wie so eine Abfertigung von statten geht mal eine kleine Zusammenfassung:

Zuerst fährt man so richtig relaxt allen Autos nach, von welchen man das Gefühl hat, dass sie auch nach Ägypten wollen, man reiht sich in eine Reihe ein und wartet.....irgendwann kommt dann irgend jemand, von dem man keine Ahnung hat welche Rolle er an dieser Grenze hat, wichtig ist sie jedenfalls. So geht das weiter, man wartet bis jemand kommt, man macht das was er und auf arabisch und Zeichensprache vermittelt, die überaus wichtigen Dokumente werden gesammelt und irgendwo anders wieder abgegeben u.s.w. falls es mal nicht mehr weitergeht steht man am besten in Sichtweite aller an diesem Theater beteiligten Darsteller an die Strasse und verhält sich so als ob man keine Ahnung hat was man hier tut, was nicht so schwer ist, da man ja wirklich keine Ahnung hat.

Wir hatten drei Helfer an dem Zoll, die ersten beiden haben wir uns auf der Fähre nach Nuweiba visuell gemerkt, ein netter Kerl aus Kuweit in Pijama und ein überaus stämmiger Amerikaner im Designeranzug (das war so einer mit den drei weissen Streifen auf den Hosen...grins). Der Kuweiter hat mir dann mal beim Kopieren meiner Akten für den arabischen Fahrausweis gesagt, dass ich jetzt gerade zuviel bezahlt habe, der Amerikaner kam irgendwann auf uns zu und ich zitiere: this peoples makes me crazy. Wir fragen ihn ob er das zum ersten mal mache, was er verneinte, meint aber, dass das System jedes mal anders ist und die Beamten selber nicht wissen was zu tun ist. Na dann, uns gehts super, sind ja kaum 2 Stunden verstrichen. Jetzt kommt der dritte Helfer ins Spiel, sein Name ist  Arafat und er ist irgendein Polizist oder so, er bietet uns an, dass er den Rest für uns erledigt, wir sollen einfach relaxt bei den Autos warten. Cool, nach einer halben Stunde steht er wieder vor uns, mit Ägyptischen Nummernschildern, abgestempelten Carnets und Fahrausweisen. Unsere Autos wurden übrigens auch nicht durchsucht, wir bekamen dafür eine Fresszettel wo was hingekritzelt wurde was beweisen soll, dass wir durchsucht wurden. Yeahhhhhh....so einfach gehts also nach Ägypten rein:-)

Ach ja, falls mal jemand mit dem Auto nach Ägypten will, wir verraten euch was das aller wichtigste ist und was wirklich auch kontrolliert wird ----- > Ein Feuerlöscher, den wir natürlich auch hatten, besser gesagt wir haben zwei, zum Glück wurde nicht auf das Verfall Datum geachtet, denn unsere sind wahrscheinlich schon zu Zeiten Ramses dem ersten abgelaufen:-)

Nun ja, was macht man in Ägypten wenn man gerade mal so richtig auf Sinai gestrandet ist, das Wetter gut ist und man viel Zeit mitbringt? Genau, man geht nach Dahab und hängt ein paar Tage so richtig ab. Das haben wir dann auch gemacht,  bevor es weiter nach Nabq ging, wo wir Marcel's Eltern besuchten, welche dort Ferien machten, an dieser Stelle noch mal vielen Dank an Elisabeth und Ueli für diesen schönen Tag. Danach ging es weiter ganz in den Süden von der Sinai Halbinsel in den Nationalpark Ras Muhammed. Dort konnte man so richtig gut Schnorcheln, es gab Fische in allen grössen und Farben, Nemo haben wir auch gesehen und so lustige kleine schwimmende Fische welche als Zebras getarnt waren......war wirklich ein super Erlebnis, mal die Welt unter dem Wasser genauer zu studieren:-)

Nach den schönen Tagen auf Sinai fuhren wir dann weiter nach Cairo, wo wir ja noch ein paar Dinge zu erledigen hatten (Visum Sudan). Cairo ist ein bischen grösser als...hmmmm sagen wir mal Chur, das Autofahren ist aber wenig "wilder" als im Churer Feierabendverkehr, man könnte die Fahrerei z.B. gut mit dem Skisport vergleichen, es gibt einfach nur 3 Disziplinen: Die erste ist die "Speed" Disziplin, das heisst die wählen sich eine Spur aus, von welchen es eigentlich nur drei gibt, praktisch aber fünf gefahren werden, dann wir der rechte Pedal nach unten gedrückt, die Hupe an das Dauerplus gehängt und ab geht die Post. Vorteil von diesen ist, dass man die kaum sieht, dann sind die schon wieder weg. Die zweite währe dann die "Technische" Disziplin, Die kommen hupend von rechts oder links, ziehen gnadenlos vor einem durch um dann beim nächsten Auto wieder 4 Spuren zu wechseln. Die dritte, letzte und am meisten praktizierte Disziplin wär dann die "Superkombination", was das ist, kann man sich  etwa vorstellen.

Nun gut, wir haben Cairo Unfallfrei überlebt und auch den einzigen Camping in der Stadt relativ gut gefunden. Gianni wurde dann Kurzerhand ins Horizontale Delirium geschickt und war mehrere Tage "Kampfunfähig". Der Arzt stellte nach einer Ultraschall-Untersuchung (Für was auch, wir haben ihm gesagt, dass er nicht schwanger ist) fest, dass es eine akute xxx (auch die Schrift der Ägyptischen Ärzte kann man nicht lesen) ist. Sabrina, Caro und Marcel haben sich die Tage aber Tapfer durch die Botschaften gekämpft und so waren wir bald im Besitz eines Sudanesischen und auch Äthiopischen Visums. Nach dem obligaten Besuch der Pyramiden fuhren wir dann nach mehr als einer Woche in dieser stinkigen, lauten und von Menschen überfüllten Stadt raus Richtung Wüste. Dort wurde uns von der Tourist Police mitgeteilt, dass wir nach Cairo zurück müssen, um unsere Ägyptischen Fahrgenehmigungen zu erneuern, ansonsten hätten wir in Asuan ein Riesen Problem. Naja, Cairo hat uns ja so gut gefallen und weit ist es auch nicht, also los brumm brumm 6 Stunden zurückfahren, am nächsten Tag das "Strassenverkehrsamt" gesucht, 5 Stunden, 1.5 paar Hundert Dollar leichter und ein wenig genervt fuhren wir zum zweiten mal aus Cairo raus in Richtung Wüste.

Durch die schwarze Wüste gings dann Richtung weisse Wüsste wo wir im "Skulpturenpark" zwei wundervolle Tage verbrachten. Durch das, dass der Mond relativ rund war, konnte man  auch in der Nacht in den Schatten und Kalkskulpturen verschieden Gesichter und Tiere erkennen. Der Besuch von ein paar Wüstenfüchsen machte das Erlebnis "Wüste" perfekt. Die weisse Wüsste ist für uns die schönste Wüste welche wir bisher gesehen haben, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Weiter gings durch die verschiedenen Oasen mit den heissen Quellen Richtung Asuan wo wir unterwegs noch Pascal treffen, welcher mit seinem Velo unterwegs nach Südafrika ist. Da sein Zelt kaputt war, hat Caro und Marcel ihm kurzerhand ihres vermacht. Irgendwo im nichts haben wir dann die beiden Deutschen Motorradfahrer Alex und Oli, welche wir in Cairo kennengelernt haben, wieder getroffen und fuhren zusammen weiter. Walters Anlasser hat dann auch noch kurz Siesta eingeschaltet, nach ein paar gezielten Schlägen arbeitete aber auch der wieder. Kurz vor Asuan hat sich dann Walter nochmals gemeldet, mit ganz komischen Geräuschen, wir konnten aber nicht wirklich was feststellen, der halbe Camping hat sich das schon angesehen und für gut befunden, und so hoffen wir, dass wir mit unserem Bus auch den Sudan noch erreichen werden, die Fähre fährt voraussichtlich am 14.Dezember von Asuan nach Wadi Halfa.

In der Zeit machen wir hier ein bischen Kultur, Handeln uns durch die Gassen und geniessen die letzten Tage von unserem sehr langen Ägypten Aufenthalt.

Liebe Grüsse und allen eine schöne Weihnachtszeit, trinkt doch mal ein Wanner-Cafe auf uns:-) Sabrina und Gianni

PS: Gianni ist gar nicht erfreut über die Einstellung der Mehrheit der Stimmbürger in der Schweiz:-( Wie sollen wir diesen Menschen hier erklären, das wir sie nicht mögen, denn genau das denken die jetzt von uns -------> DANKE


7 agypten

Montag, 16. November 2009

Jordanien

Jordanien und Syrien sind eigentlich sehr ähnlich, trotzdem aber verschieden, quasi: same same - but different.

Jordanien wird von einem König (Das sind die mit den goldigen Kronen) regiert, Syrien nicht. Jordanien hat eine wunderschöne Königin (vergleichbar mit unserer Aussenministerin), Syrien nicht, da sie ja auch keinen König haben.......sind alles so kleinigkeiten welche diese beiden unterscheiden. Ach übrigens, Autofahren in Jordanien ist nur halb so kriminell wie in Syrien, was den Aufenthalt sehr angenehm machte.

Nun, wir also in Jordanien angekommen, nach einer kurzen simplen Zollabfertigung gings dann Richtung Totes Meer. Das war dann auch der Tiefpunkt unserer Reise (nur faktisch). Die fahrt an der Israelischen Grenze entlang, bei 300m.u.M und über 35 Grad im Fahrerhaus war dann aber nicht so schön (ich weiss, wir sind rechte Sussi's, einmal zu kalt, dann zu heiss). Im toten Meer zu baden war dann aber sehr erfrischend, leicht salzig und ein super Erlebnis, im Pool wurde dann getestet, ob man bei nicht so salzigem Wasser wirklich untergeht -------- > man geht unter

Dann kam dann aber der richtige Tiefpunkt:-) nicht für alle, aber Sabrina hats voll erwischt. Also suchten wir uns ein Platz, wo Sie sich erholen kann, brumm brumm nach Madaba gecruist, auf dem Pausenplatz der griechisch orthodoxen Kirche/Schule eingerichtet und für Sabrina ein Mehrfach Billet für die WC's gelöst. Nach dem Arzt- und Pharmaciebesuch passierte dann nicht mehr viel. Falls jemand wissen will, wo in Madaba der Arzt zuhause ist, bitte Mail an uns, wir haben die GPS Koordinaten gespeichert, ist etwas schwierig zu finden:-)

Nach diesem Aufenthalt fuhren wir weiter zur grössten Attraktion in Jordanien----- > Petra. Der Besuch der erst vor 100 Jahren "wieder"entdeckten Stadt war ein Traum. Unserer Meinung nach lohnt sich ein Besuch in Jordanien schon dafür. Um 6Uhr in der früh standen wir schon auf der Matte (normal stehen wir um 7Uhr auf, also nicht dass jetzt jemand das Gefühl hat wir seien früh aufgestanden:-)), und bei angenehmen Temperaturen laufen wir den Siq runter, nach ca. 40min. taucht dann plötzlich, aus dem nichts, das in die Felsen gehauene Schatzhaus auf. Nach der Besichtigung von dem "zentralen" Teil von Petra haben wir auch noch die 1 stündige Wanderung zu dem Kloster in Angriff genommen. Wie gesagt, Uns hat Petra sehr gut gefallen, man könnte gut auch mehrere Tage dort verweilen, wir empfehlen dies gerne weiter.

Weiter gehts ins Wadi Rum. Die bekannte Wüste mit den aus dem Sand ragenden Felsformationen mussten wir natürlich auch sehen, wenn wir schon in der Nähe sind. Also ein Ticket gelöst, wir mussten nur für die Personen bezahlen, da Walter ja nicht mit vier angetriebenen Rädern auf die Welt gekommen ist, dürfen aber auch nur bis zum Rest-House fahren.....wir fahren also auf der schönen Asphalt Strasse, sehen das die Strasse in Pisten übergeht, niemand hält uns auf, also ab auf die Piste und rein in die Wüste. Irgendwann halten wir an, suchen uns ein Ratsplatz und wollen diesen anfahren, da von hinten ein Jeep kommt will ich ausweichen und ja.......neben der Piste ist halt Weichsand, welcher man ohne ViarliViar wirklich nicht sehr gut befahren kann........egal, wir hatten Zeit, wir befreiten uns und wir fanden einen wunderschönen Nachtplatz. Leider haben wirs nicht geschaft, den wunderschönen Sternenhimmel zu fotografieren, denn wenn man zu blöd ist die Blende richtig einzustellen, dann wird man sofort Bestraft, egal,  die nächste Chance kommt bestimmt (weisse Wüste).

Glaubts mir oder nicht, aber an dem Abend im Wadi Rum überlege ich mir oft, von welchem Allradmobil man das Chassis quasi Plug and Play auf Walter anpassen könnte:-)

Nach diesem Ausflug fahren wir ans rote Meer, welches zu unserer Bestürzung überhaupt nicht rot ist, egal, das tote Meer war ja auch nicht tot. In Aqaba verbringen wir also den letzten Tag, bevor wir mit der Fähre pünktlich mit ein paar Stunden Verspätung nach Afrika (Nuweiba) übersetzen.

Nun sitzen wir schon seit ein paar Tagen bei gutem Wetter in Dahab, machen Ferien in den Ferien und geniessen die Zeit.

Liebe Grüsse Sabrina  und Gianni


Jordanien

Freitag, 6. November 2009

Syrien

“Welcom to Syria”, diese Worte werden wir die nächsten Tage noch öfters hören. Nun sind wir also da, in Syrien. Was wissen wir darüber? Nun, es ist ein kleines Land, mit 185000km2 ein wenig grösser als FL, von welchem sie noch nie etwas gehört haben, man spricht hier also arabisch und die meisten von ihnen auch englisch, wobei sich der Wortschatz auf “Welcom to Syria” beschränkt.

Es soll ein Sprichwort geben: jeder Mensch hat zwei Heimaten, Syrien und die eigene. Auch wir haben zwei Heimaten: Unsere Eigene und der VW Bus, der ist momentan in Syrien, womit sich das Sprichwort bewahrheitet und wir uns in Syrien wie zuhause fühlen, na dann mal los.

Den ersten “richtigen” Tag verbringen wir in Aleppo (Es regnet). Wir bummeln durch den Suk, schauen den geschäftigen Arabern beim handeln von verschiedenen Waren zu (vom halblebendigen Huhn bis zum rosaroten Dessous kann man hier alles auf ein paar km enger Gasse kaufen). Wir besichtigen auch noch die Zitadelle und eine Seifenfabrik und schlendern noch ein wenig in den engen Gassen rum, kaufen Süsse und bittere Waren…….ein rundum gelungener Auftakt in “Welcom to Syria”

Nun, in diesem Land gibts auch noch Wüste, mit der berühmten Wüstenstadt Palmyra. Also brumm brumm durch den Stadtverkehr (Autofahren in Syrien ist super…..wenn man eine laute Hupe hat) und immer schön nach der selbstgezeichneten Karte (Unsere Strassenkarte wurde für schlecht befunden) fahren. Wunderschön, am zweiten Tag, nach einigen km Piste, ausgewaschenen Wadis (es hat ja zuvor auch mal geregnet) erreichen wir dann Palmyra. Wir quartieren uns auf dem Camping ein, um die Stadt zu Fuss zu erkunden. Zuerst dachten wir der Chef vom Camping steht irgendwie auf Marcel und Gianni, dies änderte sich dann aber, als die beiden Damen heimlich hinter dem Rücken der Männer mit “Ketteli” beschenkt wurden, ein wirklich schräger Typ, mit einem wirklich schrägen Wortschatz

So eine Konversation läuft dann ungefähr so ab:

ST:Hello my Friend

W: Hallo, sprichst du Englisch

ST: Welcom to Syria

W: Können wir hier Campen

ST: Welcom to Syria

W: Grins, also ja……..

ST: Welcom to Syria my Friend

usw

ST steh für Schräger Typ, W für Wir

also, Palmyra lohnt sich def, für ein Ausflug. Wir fahren dann mal irgendwann weiter nach Damaskus, wo wir uns mal ausnahmsweise Abends ins Getümmel der Großstadt wagen. Zurück gehts dann mit dem Taxi und wir schauen uns auf dem DVD Tom und Cherry an, der Fahrer übrigens auch grrrrrrrrrr als ob Autofahren in Syrien nicht schon genug Abenteuerlich wäre:-)

4 syria 

Syrien war wirklich wunderschön, gegen Ende wurden wir sogar mit gutem Wetter belohnt (Für was wissen wir auch nicht). Die Leute in Syrien sind super nett, ausser einem Arschgrabscher hatten wir in diesem Land super Begegnungen und auch gutes Essen und wunderschöne Landschaften. Nach einer Woche verlassen wir Syrien, wenn wir mal wieder in der nähe sind, werden wir diese Land aber sicher gerne wieder besuchen kommen


Syrien

Türkei zum zweiten

Der Grenzübertritt nach Syrien dauert, man glaubt es kaum, geschlagene 3 Stunden. Man munkelt, in Syrien sollte man Geduld haben, wir wissen jetzt, dass das zutrifft:-) Bis wir endlich gerafft haben, dass wir um das doppelte so schnell “Behandelt” werden, wenn Sabrina und Caro an dem Schalter stehen, waren wir schon fast durch:-)

Egal, jetzt sind wir in Syrien (Es regnet), und wie es dazu kam also hier:

Von Kaas, wo wir ein paar schöne Tage am Strand verbrachten, und ich noch einen Coiföööör Salon von innen kennenlernen durfte, gings Richtung Anatolien ins Türkische Disney Land, im Volksmund auch Kappadokien genannt. Die Landschaft mit den vielen berühmten Höhlendörfern ist wunderschön, Die Leute, wie überall in der Türkei, sehr freundlich, also ein Ausflug, der sich wirklich gelohnt hat. Als wir dort einen Übernachtungsplatz suchten, und uns ein freundlicher Kiesplatz quasi einlud, darauf zu fahren und da zu Übernachten, passierte es dann, der beste Abend in der Türkei:-) Wir also rauf auf den Platz, und beide Busse bis unter die Achsen in den neuen frischen Kies versenkt, yeahhhh, jetzt kommt auch noch der Besitzer, das kann ja heiter werden (Ich möchte mal sehen, wie Herr Schweizer reagiert, wenn man ihm den Vorgarten umpflügt). Wir wurden dann aber freundlich willkommen geheissen, natürlich dürfen wir auch bei ihm auf dem anderen “befestigten” Teil von dem Platz übernachten. Zuerst mussten wir uns aber noch befreien, danach gabs dann Tee, Kekse, viel Türkische Musik aus seinem Autoradio und zum Schluss noch die Aufklärung in Sachen Muezzin, Beten und die Einstellung der Türken zu Ihrem Präsidenten und der EU.

Apropos Muezzin, meine Auffassung der Dinge lautet Folgendermaßen: Vor ein paar Jahren noch hatte jede Mosche Ihren eigenen “Singer”, da diese aber z.T. Katastrophal waren (Unser Gastgeber erklärte uns, dass er jeweils nicht mehr Schlafen konnte wenn zum Gebet gerufen wurde), gabs ein grosses TSDSS Special (Türkei such den super Singer), in der Jury (Anmerkung der Redaktion) Dütür Bühlen, Dütlüf Dü! Süst und Gülü, wobei der beim Ausscheiden seines Favoriten auch ausstieg:-) Nun, ein gewisser Hmmmm Hmmmmm Hmmmmm aus Istanbul (habe den Namen vergessen) gewann dann also alle Castings und sonstige Shows und drönt jetzt ab CD aus jeder Mosche, quasi der Baschi von der Türkei. hihihi Chum bring en hei:-)

Die Türkei als grosses Land zu betiteln wäre wohl die Untertreibung des Jahres, wir haben ca. 2500km abgespult, haben aber noch lange nicht alles von diesem Land gesehen. In den Bergen wird es empfindlich kalt, was für uns eigentlich kein Problem ist (Standheizung) nur funktioniert halt die “normale” Heizung im Fahrbetrieb nicht, was die herum Kurverei in den Bergen nicht sehr angenehm macht:-)

3 tr

Nun, wie gesagt, jetzt sind wir in Syrien, obwohl so Nahe bei der Türkei, ist hier alles anders, wir freuen uns auf die Zeit hier.

Gruass Sabrina und Gianni



Türkei 2

Sonntag, 25. Oktober 2009

Türkei zum ersten

Die Türkei empfing uns mit mit netten Menschen, gutem Essen, Efes und man glaubt es kaum……mit Regen:-)

Nach einem sehr reibungslosem Grenzübertritt…nein natürlich wusste niemand und wollte auch niemand etwas von niedlichen kleinen Fürstentum wissen, diese Angelegenheit erledigte sich dann aber auch irgendwie und nach ein paar Viertelstunden waren wir also da….in dem Land wo alles besser werden sollte (Wettertechnisch). Nun, ich gebe noch jetzt den Türkischen Grenzbeamten die Schuld hat uns durch die Warterei der Regen aus Griechenland eingeholt und begleitet uns bis nach Troja……was für eine triste fahrt.

In Troja haben wir dann die ersten Strassenhändler welche uns ein kleines Trojanischer Pferd andrehen wollten schnell abgewimmelt und uns auf den Camping von Uran verzogen, der erste Camping auf dieser Reise. Der Abend wurde sehr lustig, wir haben uns einige Efes geleistet (die Rechnung am anderen Tag war dann die Strafe dafür, und natürlich auch die Tagesgrippe, hihihi), und lange über Hektor, Achiles und sonstige wichtige und weniger wichtige Dinge geplaudert.

Man glaubt es kaum, aber Troja haben wir nicht besichtigt, irgendwie ist uns die Lust vergangen……die Vortagesrechnung war wie schon angetönt schmerzhaft und der Eintritt hätte uns ein noch tieferes Loch in die Reisekasse gekostet (Ich schaue es mir dann mal auf Onkel Google an)

Wir haben auch erfahren dass es im Süden besseres Wetter sein sollte, also brumm brumm ab in den Süden, durch die Millionen Metropole Izmir durch (das wär def. keine Stadt für mich, da ist mir Parpan schon viel sympathischer) und ab ans Meer. Wetter gut, Laune gut, Vergaser scheisse:-) wär ja nicht lustig wenn alles klappen würde, wir geben aber Walter noch eine Chance und fahren am nächsten Tag nach Pamukkale, wo wir die weissen, sehr bekannten Kalkterassen besichtigen. Wow, war wirklich ein sehr schöner Ausflug.

Weiter Richtung Süden am wieder am Meer, Wetter noch immer gut, Vergaser noch immer Scheisse:-) also widmen wir uns mal diesem Teil, reinigen die Düsen, stellen die Zündung ein, dann geht das schon wieder…..denkste, nicht so einfach, aber ein aus dem nichts auftauchender Türke hat dann kurzerhand auch Hand angelegt, danach hats dann gefunzt. So, aber jetzt ist wirklich alles super, ein guter Platz, schönes Wetter yeahhhh schnell an den Markt, Gemüse und Fleisch einkaufen, jetzt wird gegessen und genossen…..war leider von kurzer dauer, die Nacht darauf hat uns das Essen übel zugesetzt, zuerst liegen die Schweizer einen Tag flach, danach auch noch das Fürstentum:-)

Jetzt aber sind wir in Kaas, wieder mal auf einem Camping, geniessen die Tage mit Schnorcheln und in der Sonne faulenzen…….Ende gut alles gut, die Türkei ist wirklich super

Gruass und bis zum nächsten

Gianni und Sabrina



Türkei

Sonntag, 18. Oktober 2009

Griechenland

Gemäss unserem Griechenland Reiseführer gibt es in Griechenland im Oktober 5 Regentage……grrrrrrrr wir waren genau diese 5 Tage in Griechenland:-( es war trotzdem schön.

Am 11.10.09 Abends sind wir in Igoumenitsa angekommen, danach gings nach Parga, da es dort so wunderschön sein sollte, hat uns unser Englischer / Griechischer /Schwedischer Campingnachbar auf der Fähre erzählt. Dieser Person musste man einfach glauben, also fuhren wir dorthin. Parga wär wirklich schön……wenns nicht regnen würde. Also, schlafen essen, brumm brumm weiter ins Landesinnere zu den Klöstern in Meteora, das sind 6 Klöster auf wunderschönen Felsen welche man für ein paar Euro auch besichtigen kann. Die Nacht auf einem der Felsen wäre auch wunderschön gewesen…..wenns nicht geregnet hätte. Also, weiter gehts, brumm brumm ein paar Hundert km Richtung Thesaloniki, wo dann oooooohhhh welch ein Wunder die Sonnen scheint. Diese Einladung kann ich mir nicht entgehen lassen, Schnell den Bus direkt am Strand geparkt, Badehosen an und ab ins Meer. Die Nacht so direkt am Strand, mit Meerrauschen wäre echt super gewesen…….wenns nicht geregnet hätte. Weiter gehts, so ein bisschen Regen kann uns nicht die Stimmung verderben, also brumm brumm, durch Thesaloniki durch, auf den mittleren der drei Finger runter, da finden wir bestimmt ein schönes Plätzchen um ein paar Tage zu bleiben. Traumhafte Buchten, türkisblaues Meer, also runter an den Strand, unter Beachtung von Morgen und Abendsonne sorgfältig ein Platz ausgesucht, Schnorchel und Taucherbrille fassen und ab ins Meer. Holz suchen, grillen, am Feuer sitzen, Bier trinken…..das war ein wirklich schöner Abend, da würden wir bleiben…….wenns nicht Regnen würde. Also am Morgen wieder alle Sachen im Regen einpacken und weiter. Badewetter wirds also nicht, dann machen wir halt Kultur, also weiter brumm brumm nach Philippi, wo sich die beiden Cäsarmörder vor ein paar hundert Jahren die Schädel einschlugen. Nun hat uns das Wetter also Grichenland def. versaut, wir machen uns auf den Weg in die Türkey, dort soll es nach Reiseführer nur gerade 4 Regentage geben, ich bin sehr optimistisch, dass diese schon vorbei sind.

Fazit: Griechenland ist wunderschön…..wenns nicht Regnen würde:-) nicht das jetzt jemand das Gefühl, ich wäre ein wenig negativ, ich habe die Tage sehr genossen. Ich habe schon so richtig runtergefahren, mich ans Leben ohne Zeit gewöhnt, Walter macht sich super, und unsere vierergruppe versteht sich blendend.

Gruass und bis bald



Griechenland

Parpan - Venedig

So, jetzt sind wir definitiv auf Achse. Abschied zu nehmen von unseren lieben Familien war schwieriger als ich mir das vorgestellt hatte, aber es ist auch ein gutes Gefühl zu wissen, dass es Leute zu Hause gibt, welche uns unterstützen in unserem Vorhaben.

Wir haben am Freitag einen schönen Tag in Venedig genossen, mit Essen, Trinken, Touris anglotzen und selber Touri spielen:-)

Gestern haben wir dann unseren Platz auf der Fähre eingenommen. Die Überfahrt dauert 1.5 Tage, bis wir in Igoumenitsa ankommen. Das campieren on Board ist wirklich super, so haben wir z.B. gestern zur Belustigung aller Camper on Board ein Raclette genossen….ja ja, die Schweizer:-)

Nun, langsam aber sicher habe ich genug von dieser Kreuzfahrt, hoffe wir legen bald an und unsere Ferien können so richtig beginnen.



ch-it

Montag, 5. Oktober 2009

Abschiedsparty

Am Samstag durften wir mit allen unseren Verwandten, Bekannten und Kollegen einen schönen Abend verbringen.

Wir bedanken uns bei allen die gekommen sind, für die feinen Salate und die Süßen Speisen, für die zahlreichen Geschenke und die guten Wünsche. DANKE

So, jetzt packen wir noch die letzten Dinge ein, räumen auf und freuen uns auf den Donnerstag, wenn es endlich heißt: AB IN DEN SÜDEN, DER SONNE ENTGEGEN:-)


abschiedsfest

Dienstag, 29. September 2009

noch 10 Tage

ab heute gehts genau noch 10 Tage bis wir uns in den Bus setzen, den Schlüssel drehen, Pedal to the Metal und ab durch die Mitte.......yeahhhh hört sich doch ganz gut an unser Plan oder:-)
Bis dahin ist aber noch einiges zu tun............

Mittwoch, 9. September 2009

Noch 30 Tage....

....dann gehen wir nach Afrika, egal ob die Schweiz heute gewinnt oder nicht :-)

Die meisten wichtigen und unwichtigen Dinge welche man für so eine Reise braucht sind schon organisiert oder zumindest beantragt, so z.B. sind wir seit letzter Woche stolze Besitzer eines Carnet de Passages, ein sehr edles und professionell verarbeitetes Zolldokument für unseren Bus *grins*

jetzt wird der Bus noch bepackt nach dem Motto "in god we trust"

Freitag, 14. August 2009

noch 8 Wochen.....

....dann gehts endlich los. Wir machen uns auf die Socken und fahren nach Südafrika.
Die letzten Vorbereitungen laufen, noch eine Spritze in den linken Arm, ein Mail an die eine Botschaft, ein paar an die verschiedenen Ämter und schon sind wir parat um in unsere langen Ferien zu starten.
Am 10.10.09 fährt die Fähre nach Griechenland, danach halten wir uns zuerst links, dann bei der nächsten Abbiegung rechts.....Türkey, Syrien, Jordanien, Ägypten, Sudan, Äthiopien, Kenia.......Südafrika.....wir werden sehen und staunen.
Wichtig ist, dass wir im Juni in Südafrika sind, denn auf der Bestell-liste stehen verschiedene Vuvuzela's welche wir natürlich auch nach Hause bringen werden:-)
Unsere Reise kann natürlich auf dem Blog verfolgt werden, den einen oder anderen Eintrag werden wir verfassen.....ob er dann auch hochgeladen werden kann hängt ein wenig von unseren Nerven und der Geschwindigkeit der Leitung zusammen:-)

Hier unsere ungefähre Route, von welcher wir ganz sicher Abweichen werden:-)