Dienstag, 14. September 2010

Zack, Peng und nach Hause

So, wie einige von euch schon erfahren durftet oder musstet sind wir wieder zuhause. Dies ist ungefähr so abgelaufen: Bus in Container verpackt, da Air Berlin keine Fahrzeuge im Handgepäck zulässt und wir ins Flugi und schwubs ist man wieder in Europa. Das warten auf Walter haben wir mit einer super Velotour von Amsterdam nach Bremerhaven (da mussten wir aus Wettertechnischen gründen aufgeben) überbrückt. In Hamburg den Bus in Empfang genommen und nach einem Tag "werkeln" ist dieser dann auch wieder einigermassen vernünftig gestartet und gefahren, sodass wir die letzten km in die Schweiz auch noch geschafft haben. In Lutherbach waren wir dann bei Isa und Qsi zu Gast und haben versucht so wenig wie möglich zu nerven bevor wir auf dem Camping auch noch Mirj und Yves sowie Michael getroffen haben. Dies war dann so ungefähr die letzte Station bevor wir die "Reise" nach Parpan in Angriff genommen haben. Dort wurden wir wie Könige empfangen, Danke nochmals allen, die dafür gesorgt haben uns das ankommen etwas zu erleichtern. Vergessen hat man uns aber definitiv nicht, sogar die MFK hat uns einen Brief geschickt und wünscht uns bzw. Walter wieder mal zu sehen:-)

Nun, an dieser Stelle werden wir den Blog fürs erste ruhen lassen, nächste Woche heisst es für uns beide wieder früh aufstehen und wie jeder "normale" Mensch das so macht gehen auch wir der täglichen Arbeit nach, wir freuen uns sehr darauf. Mit irgendwelchen Statistiken und anderen unwichtigen Daten bleiben aber die Leser dieses Blogs verschont, dafür gibts noch ein paar Bilder:-)

Liebe Grüsse Sabrina und Gianni


Heimweg

Sonntag, 8. August 2010

Namibia - Botswana - Namibia

Nach ein paar Tagen in der wohl langweiligsten Stadt welche wir bis jetzt gesehen haben holen wir also Manuel am Flughafen ab und verlassen Windhoek nach Osten. Der Grenzübergang nach Botswana war dann relativ schnell erledigt, nervig waren nur die ewigen Kontrollen wo man immer mal wieder die Füsse auf dreckigen nassen Lappen "desinfizieren" musste und die Durchsuchung ob man auch wirklich kein Fleisch dabei hat. Die Bratwürste und das Bündnerfleisch aus der Heimat wurden natürlich immer gut versteckt und so musste nur einmal eine Packung Hackfleisch daran glauben und "Hörnli und ghackets" ist an diesem Tag in weite Ferne gerutscht:-(

Nach einem Abstecher in Ghanzi, wo wir alleine auf Grossleinwand das Finale geschaut haben und unsere ersten Bratwürste seit Monaten verschlungen haben sind wir nach Maun gefahren. Die Besichtigung der "Krokodilfarm" war dann ein wenig enttäuschend, nach der sandigen Anfahrt haben wir uns mehr davon erhofft. Die armen Dinger werden da mehr oder weniger gestapelt gehalten um danach zu einer Tasche oder einem Gurt verarbeitet zu werden, kein Wunder sind die ein wenig deprimiert und beissen schon mal einem Arbeiter den Arm ab, unser Guide zumindest hatte nur noch einen davon. Wir sind dann natürlich auch noch, in ein für Sabrinas Geschmack, viel zu kleines Flugzeug gestiegen und haben uns da das grösste Binnendelta der Welt aus der Luft angeschaut. Der Vorteil von dem Flugzeug im Okavango Delta ist natürlich dass man nicht stecken bleiben kann:-) Der Flug war genial, die Landschaft bezaubernd und wir konnten viele Elefanten und Büffelherden aus der Luft ausmachen welche sich den Weg durch das unendliche Gewirr aus kleinen Flüssen und Seen suchten. Der Pilot war dann auch noch zu dem einen oder anderen Spass aufgelegt und hat die abgemachten 100 Höhenmeter um etwa 95m unterschritten und so sind wir wie in einer Achterbahn einem Flusslauf nachgedonnert. Wir habens überlebt und Sabrina schwärmt noch immer von diesem Tag, somal auch das Nachtessen (Bratwürste mit Pommes und Zwiebelsauce) einfach nur genial war:-)

Auf dem Weg zum Chobe Nationalpark hat sich dann Walter mal wieder gemeldet. Vor jedem Start musste Gianni mit Hammer und Schraubenzieher unter das Auto um den Anlasser kurzzuschliessen. Anfangs hat uns das nicht schockiert und wir sind fröhlich nach Kasane gefahren von wo aus wir dann einem Ausflug nach Zimbabwe unternommen haben um die Viktoria Fälle zu sehen. Die Warnung einen Regenschutz mitzunehmen haben wir nicht wirklich ernstgenommen, so kam es dann dass wir nachdem wir die ganze Zimbabwische Seite der Fälle abgelaufen haben puddelnass waren. Zurück in Kasane sind wir dann im Chobe Nationalpark auf Pirschfahrt gegangen. Elefanten haben wir nur wenige gesehen, obwohl der Park ja die grösste Population der Dickhäuter hat. Aber wie immer, wenn nicht das eine, dann kommt das andere, so konnten wir eine Gruppe Löwen von mindestens zehn Tieren ausmachen welche sich gerade einen Platz suchten um danach wahrscheinlich den ganzen Tag nur faul im Schatten eines Baumes zu hängen. Am Abend haben wir dann auf einem Boot Platz genommen um vom Chobe Fluss aus den Park zu sehen. Auf den vielen Inselchen sahen wir grosse Herden von Elefanten und Büffeln, im Wasser tummeln sich die Flusspferde und gerade als wir uns gefragt haben wie wohl die Elefanten da raus kommen können wir dem Schauspiel zuschauen wie eine Herde mit vielen jungen den Fluss überquert um die Nacht auf dem Festland zu verbringen. nach einem Wunderschönen Sonnenuntergang gehen wir in die nahegelegen Lodge und essen uns durch die Spezialitäten, vom Kudufleisch bis zu leckerem Dessert war alles dabei:-)

Nun, also wieder unter den Bus, ein paar Funken und das Auto läuft. Wir fahren zurück nach Namibia um durch den Caprivi-Streifen in den Etosha Nationalpark zu gelangen. Langsam aber sicher macht uns der Anlasser sorgen, obwohl wir schon verschiedene tricks ausgearbeitet haben wie wir mit anschieben ins fahrende Auto springen können, Fact ist, einer muss immer raus und wir wurden uns nicht ganz einig wer das sein wird wenn wir neben einem Löwen oder Leoparden stehen:-) Also haben wir in Rundu eine uns einigermassen vertrauenswürdige Garage ausgesucht und der Anlasser wurde ausgebaut und gereinigt. Ein paar mal probestarten und relativ optimistisch weiter in den Park. Die Etosha Pfanne ist schon Landschaftllich ein wunderschönes Erlebnis, die vielen Tieren machen das Vergnügen perfekt. Komischerweise wurde unser Bus in dem Park genau so oft Fotografiert wie die Tiere, so passierte es zum Beispiel auch, dass wir gerade neben zwei wunderschönen Löwen parken und die vielen anderen Auto neben uns um uns immer und  immer wieder die selben Fragen zu stellen. Eine Szene im Park hat uns aber schon sehr verunsichert. Wir machen gerade Pause auf einem Parkplatz in einem Camp als ein Sandbrauner Landrover neben uns hält und auf Schweizerdeutsch hören wir dann aus dieser Seite "vu Graubünda" und "Grüezi". Zwei Dinge irritierten uns an der Situation sehr: ersten, warum kann der Landrover sprechen und zweitens, wo hat der Schweizerdeutsch gelernt? Die Tarnung flog auf, als sich "Familie Safari" von dem Auto entfernt, getarnt im Pickfeinen Safarioutfit wie aus einen "Werbeprospektli". Wir haben uns fast totgelacht und später im Kiosk drei Magnum Almonds gegönnt, "Tochter Safari" hat das gesehen und wollte natürlich auch eins, "Mami Safari" hat dann aber gemeint, dass man sich damit den Magen verderben kann, so haben wir unser Glace genossen und "Familie Safari" hat wahrscheinlich "Guezli" vom Migros vertilgt:-)

Die Tage im Etosha Nationalpark waren einfach genial, an den vielen Wasserlöchern kann man in der Mittagszeit immer wieder wunderschöne Szenen erleben, natürlich haben wir Löwen, Elefanten und Nashörner gesehen und einen Leoparden 2Stunden lang beobachtet wie er sich sorgfältig an verschiedene Tiere angepirscht hat um am Schluss einem Hasen nachzujagen, welcher aber zu schnell war. Wer weiss, vielleicht hatte ja "Famile Safari" erbarmen und dem erfolglosen Jäger ein "Guezli" abgegeben:-)

Nach unserem Abstecher im Etosha fuhren wir noch ein bischen weiter Richtung Nordwesten um uns eine Himbasiedlung aus der Nähe anzusehen. Spannend diesen Leuten in ihrem Dorf bei der täglichen Arbeit zuzuschauen, den Kindern beim melken ihrer Geisen und den Männern beim faul rumsitzen. Der weitere Weg in den Namib Naukluft Park war anfangs sehr monoton und langweilig, erst als wir uns ein wenig verfahren haben und die Nebenstrassen über einige Pässe unter die Räder genommen haben, konnten wir uns wieder an der wunderschönen Landschaft erfreuen, obwohl wir nicht immer wussten ob wir die Steigungen mit dem vollbepackten Bus auch schaffen werden. Im Sossusvlei sind wir dann natürlich wie alle auf dem Camping schon vor dem Sonnenaufgang gestartet, haben es der Masse nachgemacht und sind noch in der Dämmerung auf die Düne geklettert, warum und wieso das alle machen sollten wir aber nicht erfahren, denn der Anblick von unten wäre eigentlich viel schöner. Nachmittags fuhren wir dann auf dem Dach eines Holländers zum Death Vlei wo wir auf einer der hohen Dünen die Aussicht genossen und am späten Nachmittag den wunderschönen Schattenspielen der Dünenkämme erleben konnten.

Auf direktem Weg ging es weiter an die Küste, durch Steinwüste, Schluchten, endlose Ebenen und Sandwüste erreichen wir Swakopmund welches uns mit Schweizer Temperaturen, Nebel und mit viel "Deutsch" empfängt. Gianni hat dann wieder mal das Bett bewacht und Sabrina ist mit einigen Malariatest aufgetaucht. Der erste war positiv, aber nur weil die Flüssigkeit im Test gefehlt hat und Sabrina die selber auswechseln musste, der zweite war unvollständig und der dritte hat sich dann dagegen entschieden, welchem wir dann auch vertrauten:-) So haben also Sabrina und Manuel den Bus Gianni  überlassen und sind mit einem Landrover Truck auf Erkundungstour in die Wüste gefahren wo sie viele kleine Käfer, Schlangen und auch Chamäleons sehen konnten.

Gianni ging's dann schon bald wieder viel besser und wir mussten natürlich zurück nach Windhoek, also haben wir uns auf dem Weg in den Osten noch die Spitzkoppe angeschaut und einen Stopp bei der Ameib Farm gemacht. Kurz die Höhle angeschaut wo ein paar "Künstler" mal in ferner oder naher Zukunft ein paar Tiere an der Wand gemalt haben und bei den riesigen Runden Felsen ein letztes Picknick genossen.

13 namibia

Diese Wochen zu dritt waren wirklich wunderschön, gerne denken wir daran zurück. Namibia und Botswana sind super Reiseländer, welche sehr viel zu bieten haben, nächstes mal würden wir uns einfach zwei Namibische Nummernschilder montieren, denn es ist relativ "deutsch-europäisch" angehaucht, ab und zu muss man dann auch eine abgekürze Geschichte erfinden um auch noch ein bischen Zeit für sich zu haben. Aber wir verstehen das natürlich:-)

Namibia/Botswana

Gruass und bis bald, Sabrina und Gianni

Ps. Entschuldigung für die vielen Bilder, aber wir konnten uns diesmal sehr schlecht entscheiden:-)

Mittwoch, 7. Juli 2010

Südafrika zum zweiten und letzten

Es waren einmal zwei junge dynamische (hihihi) Leute, welche in der Schweiz gestartet und nach Südafrika gefahren sind...............den Rest der Geschichte kennt ihr ja, nicht aber die Südafrikaner und die sind wirklich ganz scharf darauf, z.B. wird man auf der Strasse von einem wild gestikulierenden Motorradfahrer angehalten und zum nächsten Café geschleppt um zu erzählen wie was wo, man wird zum Essen eingeladen oder man landet sogar in der Zeitung, welches den lustigen Nebeneffekt hat, dass nicht mehr nach dem wie was wo gefragt wird sondern einfach munter drauflos gequatscht, nach einer weile heisst es dann: ich habe euch in der Zeitung gesehen. aha!

zeitung klein klein

Die letzten Wochen in Südafrika waren wirklich sehr interessant und wir haben viele nette Leute kennen gelernt.

Nach unserem Inland Abstecher wollten wir natürlich auch noch an die Küste, schon lange hatten wir uns vorgenommen mal länger an einem Platz zu verweilen und haben uns so spontan aber richtig für J-Bay entschieden. Dort findet jährlich der Billabong Surfcontest statt, alle grossen Surfmarken sind dort auch stationiert und natürlich kann man dort surfen, was wir dann natürlich auch gemacht haben, OK, Sabrina war nach der ersten Surfstunde nicht mehr so begeistert, Gianni hat aber tapfer geübt, geübt und geübt und nach hunderten von "Waschgängen" im Salzwasser dann auch mal die eine oder andere Welle gesurft und das Essen am Abend nicht mehr nachgesalzen:-)

Also, ein paar Wochen  Schulbank gedrückt, gesurft, geshoppt und Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen und uns auf die WM vorbereitet. Die Südafrikaner interessiert das ganze Fussballzeugs ja nicht die Bohne, unsere Stammbar hatte aber zum Glück einen grossen TV, wo alle Spiele übertragen wurden. Viel schwieriger gestaltete sich aber das "Fanartikelshopping" für Schweizer. Wir haben uns also alles was irgendwie mit Fussball zu tun hat gekauft, einen roten und weissen Spray und unsere "Artikel" selber rot gemacht und mit weissen Kreuzen verziert:-) Wir konnten uns aber glücklich schätzen und haben sogar eine Schweizerfahne gefunden welche halbwegs so aussah wie eine, natürlich nicht quadratisch.

Am 21.06.2010 war es dann soweit, mit einer Gruppe  Schweizerfans sind wir nach Port Elisabeth gestartet um das Spiel gegen Chile zu schauen. Wie kreativ die Südafrikaner sind wenns ums Geschäft geht haben wir dann vor dem Stadium gesehen, Schweizerfahnen in allen Formen und Farben, Angemalte Kreuze, Ausgeschnittene und eingenähte schräge Kreuze und sogar die englische Flagge wurde versucht an den Mann zu bringen:-) Das Spiel selber war  aus Schweizer Sicht nicht so toll, das ganze drum und dran mit den vielen Schweizer und Chilenen aber einfach nur genial.

Ansonsten, wie gesagt, die WM ist in Südafrika ein bischen am falschen Platz, mit Schulkindern hat man während den Gruppenspielen die Stadium's gefüllt, die letzten Tickets wurden für 20sFr verkauft, hat aber trotzdem niemand interessiert bzw. die weissen welche es sich leisten können schauen kein Fussball und die schwarzen haben das Geld nicht dazu. Wenn Fussball und Rugby zusammen läuft schaut man Rugby, so haben wir erlebt, dass mitten im Match umgeschalten wurde, da gerade ein "wichtiger" Rugby Match angefangen hat. Viele (weisse) haben uns erzählt, dass sie noch nie in ihrem Leben Fussball geschaut haben, das erste und wahrscheinlich letzte mal war dann der erste Bafana Match.

Wir sind dann irgendwann doch noch weiter gefahren, obwohl wir ohne Probleme noch länger in J-Bay bleiben hätten können. Der Küste entlang fuhren wir Richtung südlichstem Punkt Afrika's. Unterwegs haben wir noch eine Seesafari gemacht und zu unserem Glück konnten wir drei Buckelwale beobachten welche die ganze Zeit neben unserem Boot auftauchten. Cape Agulhas haben wir auch noch erreicht, auf der Landkarte ein sehr beeindruckender Punkt, der Indische und Atlantische Ozean kommen da zusammen und es ist der südlichste Punkt Afrikas. Das Wasser war dann aber links und rechts genau gleich, keine Mauer, kein Zaun gar nichts:-)

Pinguine gibt es auch in Südafrika, so haben wir in St.Francis Bay das "Lager für verhaltensauffällige Pinguine" angeschaut (siehe Foto der beiden ausgeflippten Pinguine). Das ist ungefähr vergleichbar mit der Sendung auf Pro7 wo Jugendliche in die Wüste zur Rehabilitation geschickt werden, damit sie etwas freundlicher zu ihrem Umfeld sind. In Betty's Bay leben dann die restlichen der Jungs und Mädels friedlich miteinander, war cool diese Tiere mal in Natura zu sehen, die laufen wirklich genau so lustig wie im Zeichentrickfilm:-)

Tage später sind wir am Kap der guten Hoffnung für ein Fotoshooting aufgetaucht und haben die nahe gelegenen Schiffwracks angesehen. Das ist auch wieder ein superlustiger "Punkt", nahe an Kapstadt muss man den Touristen was bieten, denn die fahren ja nicht nach Cape Agulhas, also macht man daraus Afrikas Südwestlichster Punkt, Tafel aufstellen und Parkplatz und natürlich auch noch einen Nationalpark daraus, dann kann man noch ein bischen Geld draus machen, uns egal, wir hatten die Wildcard.

In Kapstadt haben wir uns bei Luisa und Graem niedergelassen, Bus gegen Zimmer mit einem Bett eingetauscht und uns wunderbar verwöhnen lassen. Wir haben Ausflüge in die nahe gelegenen Weinanbaugebiete rund um Stellenbosch unternommen und waren in super Restaurants essen:-) Auf den Tafelberg wollten wir natürlich auch, das Wetter war super, also sind wir da rauf gewandert. Graem hat uns immer wieder gesagt, dass es streng ist und steil, wir hatten aber keine Probleme und haben die Südafrikaner sehr beeindruckt, hoffentlich kommen die uns mal in der Schweiz besuchen, dann gehts auf Lenzerhorn:-)

So, nach mehreren Tagen in Kapstadt mussten wir dann los, hatten noch einen langen Weg vor uns nach Windhoek, von wo aus wir mit Manuel Namibia und Umgebung unsicher machen werden.

12 Südafrika

Südafrika hat uns sehr gut gefallen, wir hatten sehr gutes Wetter obwohl eigentlich Winter ist, Regentage haben wir in zwei Monaten etwa vier erwischt und Kälte ist überhaupt kein Problem für uns:-)

Südafrika 2

Bis zum nächsten und Hopp Schwiiz

Sabrina und Gianni

Sonntag, 30. Mai 2010

Südafrika zum ersten

Boahhhh ist das Land gross, und man kann echt viel machen hier. Aber zuerst mal wieder "Gruezi" und so, und ja, wir versuchen uns kurz zu halten:-)

Also hmm, wo sollen wir anfangen? Genau, am Anfang vom Ende, denn Südafrika wird so wie's aussieht eines der letzten Länder sein welches wir "dieses" mal bereisen. Wir hatten da ja Anfangs in Südafrika unsere kleinen harmlosen sogenannten "Entzündung's" Probleme: Bei Walter entzündeten sich die Innereien und bei Sabrina alle 76 Mückenstiche welche sie sich auf dem Weg von Europa bis nach Südafrika gesammelt hatte. Gianni operierte also als Löschmeister und hat Walter ein paar Plaster verpasst und Sabrina neue Kabel ähhhh nein natürlich anders rum.

Soweit so gut, als das erledigt war also auf direktem Weg zu der Bank welche auch als WM Ticket Center herhalten muss. Schnell zwei Tickets für eines der Schweizer Gruppenspiele gekauft und glücklich und zufrieden weiter Richtung Norden. Auf der Panorama Route haben wir mal wieder Seelentherapie gemacht und ein paar richtige Berge in angenehmen Klima gesehen, Tropfsteinhöhlen besichtigt und entlang dem Blyde River Canyon Richtung Norden viele schöne Tage verbracht. Sabrina's Geburtstag wurde natürlich auch angemessen gefeiert, da wir ja seit Nairobi auch im Besitz eines "portablen" Backofens sind wurde sogar ein Schoggikuchen gebacken, die Füllung war auch aus Schoggi und dreimal kann man raten aus was die Glasur war? genau, auch aus Schoggi. hihihi wir mussten Das Geburtstagsessen um einen Tag verschieben, wir hatten keinen Hunger mehr nach dem Dessert, so gab es dann halt einen Tag später Partyfilet im Speckmantel welche natürlich auch mit dem Backofen wunderbar gemacht werden können. Das Filet reichte dann locker noch für zwei Tage mehr, denn die Südafrikaner haben irgendwie andere Masseinheiten was Fleisch angeht, wir haben wirklich nur ein kleines Stück bestellt an der Theke. Nach diesem kulinarischen Höhenflug also zurück zu Pasta und Tomatensauce und wir hatten da noch ein versprechen einzulösen: Walter wollte unbedingt auch noch die Big5 sehen wenn er schon mal in Afrika ist, also sind wir Richtung Krüger Nationalpark gedüst und dachten wir können da mal kurz ein paar Tage Safari machen gehen. Stopp, nicht so einfach, wir sind in Südafrika, an der Reception wird man dann höflich gefragt ob wir gebucht haben. Hmmmm ist wohl eine Scherz, natürlich haben wir gebucht sagen wir spontan, morgen haben wir mit den Löwen und Elefanten abgemacht und übermorgen haben wir die Leoparden, Nashörner und Büffel für ein kleines Fotoshooting gebucht. Kam nicht so gut an unser Spass kurz vor Feierabend, haben dann aber noch ein bischen gejammert und gelabert, kurze Zeit später wurde doch noch ein Platz gefunden und alle waren glücklich für einige Minuten. Als es dann ans registrieren ging wurde mal wieder unsere Autonummer zum Problem, diesmal war sie weder zu klein noch zu gefälscht, nein sie ist nicht aus Südafrika was zu Verwirrung führte. Wo wir dann das Auto gemietet haben, wem es gehört? Uns, ist aus der Schweiz. Wohin verschifft, Reisebestätigung blablabla? Nix Schiff, ein Auto gehört auf die Strasse, damit sind wir von der Schweiz direkt vor euer Büro gefahren. Häääää, es gibt eine Strasse von der Schweiz zum Krügerpark? Jop, gibts. Karte holen und zeigen. So ging das dann hin und her, am Schluss wurden wir richtig gute Freunde mit den beiden Mädels, und natürlich war dann auch auf einmal Platz da für uns.

Cool, also rein ins Vergnügen und ein paar Tage Safari mit Walter geniessen. Der Park ist wirklich gerammelt voll mit Tieren, wir haben fast eine Woche darin verbracht, sahen jeden Tag Löwen aus nächster Nähe, wurden mal wieder von Elefanten blöd angetrötet und haben an einem Tag zweimal einen Leoparden direkt neben dem Auto gesehen. War wirklich sensationell, wären am liebsten noch viel viel länger geblieben, wir mussten aber wirklich weiter, hatten noch eine Verabredung in Johannesburg, was nicht gerade um die Ecke ist.

So, ab nach Johannesburg zu Gysela und Christian, welche uns für ein Wochenende auf Ihre Farm eingeladen haben und wir uns schon riesig darauf gefreut haben.

Kurz zur Geschichte, im Jahre 2002/03 sind Gysela und Christian mit ihrem 71er VW Bus von Südafrika nach London gestartet, die beiden haben es bis nach Deutschland geschafft, dort wurden sie dann von der Polizei gestoppt, da der Bus ein wenig Öl auf der Autobahn verteilte und zum TÜF Test gezwungen, was dann auch das Ende der Reise war und der Bus wurde verkauft. Die beiden Leben jetzt in Johannesburg und haben Südlich von der Stadt noch eine kleine Farm (2Hektar) wo man Campen kann und sich auch noch zufälligerweise ihr privates kleines VW Museum (12 VW Busse, elf davon T1) befindet.

Wir haben ein richtig schönes Wochenende verbracht, viele nette Leute kennen gelernt, viel gegessen, war einfach nur super. Zum Golden Gate Nationalpark wars dann nur noch ein Katzensprung, da konnten wir mal wieder unsere Standheizung gebrauchen und in unserer schönen warmen "Stube" ein schweizer Raclette geniessen, welches es natürlich hier auch zu kaufen gibt. Wir fühlten uns richtig wohl in den Bergen, konnten Wandern gehen, wenn wir auch nicht immer ganz einverstanden sind mit den Südafrikanischen Streckenführung und ab und zu mal die direkte kürzere Linie wählen, das Panorama auf das Bergmassiv der Drakensberge war einfach nur genial. Natürlich haben wir auch noch im Royal Natal Park vorbeigesehen und wollten zum Amphitheater wandern, Gianni hatte aber irgendwie die schlechtesten Tage seit langem und war nach 100m laufen total am Ende, sodass wir uns die riesige Felsenwand nur von unten anschauen konnten, was sicher nicht weniger eindrücklich war. Seit langem also musste Sabrina mal wieder hinters Steuer für ein paar Kilometer, was natürlich zur Folge hatte dass wir unsere erste Polizeitkontrolle in Südafrika erlebten. hihihi man ahnt schon was jetzt kommt. Der Typ war allein und Gianni nicht zum Scherzen zumute, als er dann auch noch anfing das Auto zu kontrollieren und die Hupe hören wollte grrrrrrrrrrrrr Mensch, die funzt doch nicht du Hirni, die Schlammpackung, welche uns seit Uganda das Auto von unten konserviert verhindert den halt der Druckluftschläuche. Also ist ein in Winterjacke und Schal eingepackter, schlechtgelaunter Beifahrer ausgestiegen, wortlos unters Auto gelegen, hat alles sortiert und eingesteckt und kurz vorgehupt, bei den Rückwärtslichter musste der Leergang eingelegt werden, da diese seit neustem nicht mehr im Rückwärtsgang funktionieren etc. war dann alles in Ordnung bis auf dass wir irgend ein Sticker nicht haben welchen wir unbedingt brauchen blablabla, kostet euch blablabla, ignorieren und nach dem Wetter fragen hat geholfen, war wieder mal Fehlalarm:-)

So, Schluss für heute und bis zum nächsten mal wenn's heisst: Fahrzeugkontrolle!!!!! Nein Scherz, wir sind optimistisch, dass das die letzte Berichterstattung mit Polizei war:-)

Südafrika 1

Sabrina und Gianni

Montag, 10. Mai 2010

Dar es Salam - Malawi - Mozambique

Noch nie waren wir soo froh, einen "Exit" Stempel eines Landes in den Pass geknallt zu bekommen wie bei der Ausreise aus Tansania. Mit dem Fussvolk in Tansania konnten wir uns einfach nicht anfreunden, auch wenn wir noch so wollten am Ende war es doch immer eine Entäuschung, die Polizeikontrollen sind ein eigenes Kapitel wert:-)

Kapitel 1: Eure vordere Nummer ist zu klein, dafür müsst Ihr mir eine Busse bezahlen! Auf Schweizerdeutsch haben wir im dann erklärt, dass die Nummer dazu auch noch gefälscht sei und die Rückfahrlichter auch nicht funktionieren, dazu seien wir auch noch bei der letzten Ampel bei hellgrün rübergerast, ob er das doch bitte auch noch aufschreiben wolle. Wie angenommen wurde es Ihm zu doof und wir konnten weiter zu.....

Kapitel 2: Ihr seit in der 50ger Zone mit 68Km/h gefahren, dafür müsst ihr mir eine Busse bezahlen. Wir haben mit einem breiten Grinsen im gefragt, ob er sich sicher sei, ob so ein altes Auto so schnell Fahren könne, er soll doch bitte seine Spielzeug"speed"pistole kontrollieren lassen. 1:0 für uns, danach kam das wartespielen, wer mehr Geduld hat gewinnt, 2:0 für uns, denn er sah wie die anderenn Autos an Ihm vorbeifuhren, da funkelten natürlich die Dollaraugen des Offiziers und wir konnten zu ....

Kapitel 3: Routine Kontrolle am Strassenrand (pinkeliger als die Schweizer MFK). Scheibenwischer, Blinker, Rüchfahrlichter und das ganze PiPaPo wurde auf Herz und Nieren kontrolliert, das dauert  natürlich wenn der liebe Herr das zum ersten mal macht und sich dazwischen immer noch überlegen muss wo er uns jetzt am besten drankriegt. Wir gewannen und gehen zu....

Kapitel 4: 5Km/h zu schnell. Ok, glauben wir nicht, wir können das im GPS kontrollieren, dazu gibts ja noch die Differenz und sowieso.......5min. später haben wir eine zweite Busse am Hals, wahrscheinlich fürs Diskutieren oder so. Hmmmmm eigentlich wollten wir mit dem letzten Geld noch günstig tanken, natürlich sind die alle bestechlich, also kurz unten durch ein paar Dollar geschoben. Stolz darauf sind wir sicher nicht, aber nach 10Kontrollen am Tag war uns das eigentlich relativ egal, dazu werden wir diese Land sowieso nie mehr besuchen und würden es auch niemandem empfehlen......zum Glück lernen wir später noch andere Reisende welche auch schlechte Erfahrungen mit den Leuten in Tansania gemacht haben, somit sind wir kein Einzelfall

So, wir also in Malawi, der schleimige Botschafter in Dar es Salam persönlich hat Sabrina (mit mir sprach er nicht) versprochen, dass es das schönste Land Afrikas sei, die freundlichsten Leute uns dort begegnen werden und sowieso, die Werbebroschure welche er Sabrina noch schenkte sah auch sehr vielversprechend aus. Wir haben uns also auf der wunderschönen Küstenstrasse am Malawisee Richtung süden vorgearbeitet und immer mal wieder ein paar Tage auf den wunderschönen Campings relaxt. In Monkey Bay haben wir dann Luisa und Familie welche wir von Dar es Salam kannten wiedergetroffen und eine schöne Zeit verbracht. Natürlich haben wir Walter noch in Holz und Miniatur nachbauen lassen, wäre ja wie wenn man in Agypten die Pyramiden nicht anschaut. Die Leute in Malawi waren wirklich sehr freundlich und unserer Meinung nach auch Glücklich, selten haben wir soviele Lachende Gesichter gesehen. Das wie man es sieht wenn man mit dem Auto unterwegs ist ähnelt natürlich aber sehr dem wie in Kenia, Uganda und tansania. Die Frauen tragen mit ihren "Tragetüchern" die Kinder kilometerweit, dazu immer noch ein Topf mit Wasser oder ein Bündel Holz auf dem Kopf. Die Männer stehen den ganzen Tag am Strassenrand und warten bis ein "Mzungu" vorbeifährt um diesem dann zuzuwinken und nachzuschreien. Natürlich gibt es auch Männer welche arbeiten, die meisten mähen den Rasen am Strassenrand. Das Gerät dazu sieht aus wie eine alte Blattfeder eines LKW's welche am Ende angeschliffen und abgebogen ist. Mit der richtigen Technik und dem nötigen Schwung wird damit der Rasen richtig abrasiert. Betriebswirtschaftlich gesehen ist das wahrscheinlich Blödsinn, aber wenn pro 100m 10 Männer Ihren Familien etwas zum Essen kaufen können macht das schon Sinn, bei uns kauft sich pro 100km Rasenmähen 1 Mann ein neues iPhone:-)

Weiter nach Mozambique. Wir haben unser Tempo verschärft, wenn auch nur ein bischen. Irgendwann hatten wir mal die Idee an Sabrinas Geburtstag in Südafrika zu sein und Mozombique zieht sich sehr in die länge. Per SMS haben wir erfahren, dass man sogar mit einem "Estonia" Pass an der Grenze ein Visum erhält, also sollte das für uns auch kein Problem sein, sodass wir nicht nach Lilongwe auf Visashopping Tour gehen müssen (wobei das eigentlich das angenehmste Shoppen in Afrika ist, da herschen Fixpreise, hihihi). Grenze schnell  und unkompliziert erledigt und ab auf die Strassen. Auch hier wird wieder Rasengemäht:-) Den Sambesi überqueren wir in Tete auf einer einspurigen Brücke welche nur ab und zu ein paar LKW's passieren lässt, so kommt es auch, dass diese Tagelang in der Schlange warten um endlich Richtung Norden oder Süden weiterzufahren da es keine andere Möglichkeit gibt den Fluss zu queren, wenn sie dann fahren könne muss natürlich die Zeit aufgeholt werden, kann man sich etwa vorstellen wie das auf den Strassen abgeht. An den schönen Stränden am Indischen Ozean haben wir natürlich auch ein paar mal einen Stopp eingelegt, das Klima war um einiges angenehmer als noch an der Küste in Dar es Salam oder in Mombasa. Wie überall in den Ostafrikanische Staaten ist es auch in Mozambique üblich, dass wenn wir anhalten sich innert Sekunden eine Menschentraube um dem Bus versammelt. Noch nie hatten wir aber Probleme und haben auch in Mozombique wie immer Fenster geöffnet und uns mit den Leuten so gut es halt geht einem portugiesisch sprechenden Land Unterhalten. Eine Hand hat sich dann aber in dem Bus verirrt, hat alles schön abgesucht und war aber bei Sabrina's Sonnenbrillen zu wählerisch bevor wir es bemerkten. Wir haben die Hand zu fassen bekommen und mussten nur ganz kräftig das Handgelenk umdrehen um an den vielen Gesichtern zu erkennen zu wem die Hand gehört:-)

11 dar-nels

Nach Mozambique sind wir also nach Europa ähhh Südafrika eingereist. Noch nie war es an einer Grenze so strukturiert wie hier. Zack Peng Mereng und wir befinden uns auf einer wunderschönen Strasse mit Pannenstreifen, Übergrossen Einkaufszentrums, Campingplätzen mit Sanitären Einrichtungen usw. Die ersten Tage haben wir echt oft Gestaunt und waren immer wieder überrascht über die Gastfreundschaft der Südafrikaner, natürlich ist es aber hier viel anonymer als in den letzten Länder, als Beispiel wollten wir noch in Stadt um die Kühlbox mit Fleisch und Bier zu versorgen, Walter hatte aber überhaupt keine Lust und es gab einen kleinen Kabelbrand im Heck des Autos. Die umstehenden Leute haben kurz geholfen das Auto wegzuschieben und sind dann gegangen, wir konnten in Ruhe ein paar Meter neue Kabel verlegen ohne dass jemand geglotzt und doof gequatscht hat......was für ein Land, da macht sogar eine autopanne Spass:-)

Malawi Mozmbique

Bis zum nächsten Schreibanfall

Sabrina und Gianni

Sonntag, 11. April 2010

Kampala - Kigali - Dar es Salam

Nach unserem zweiten Aufenthalt in Kampala fuhren wir also Richtung Süden los. Der Äquator wurde zum zweiten mal von Nord nach Süd überquert und auf dem Weg nach Kabale wurde noch das neue Zweiklanghorn eingebaut, sodass wir nun auch "Huptechnisch" voll ausgerüstet sind:-)

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Von Kabale aus nehmen wir die kürzeste Route zum Bwindi Nationalpark, dass diese im GPS als "nicht empfehlenswert" eingetragen ist, merken wir erst viel zu spät. so kommt es, dass wir über 7Stunden über scharfkantige Felsen holpern, den einen oder anderen kleinen Fluss queren und mehrere Schlammlöcher durchfahren müssen, das ganze natürlich immer entweder aufwärts, oder steil runter. Die Einheimischen in Buhoma glauben uns dann auch nicht, dass wir wirklich diesen "Weg" gefahren sind, da es ja angeblich noch eine bessere Piste gibt. Aber egal, wir sind ja nicht da hochgefahren um ein bischen Offroad zu fahren um dann der Welt zu erzählen wie "cool" wir sind, nein, wir wollten die Gorillas sehen. zwei Tage später haben wir dann auch Tickets bekommen und sind mit einem super Team gestartet um die Gruppe "Mubare" zu finden. Die Tracker gehen wie immer früh am Morgen los, orientieren sich anhand des letzten Standorts und folgen dann den Spuren welche die Gorillas hinterlassen haben. Die Wanderung alleine war schon ein super Erlebnis, mit Macheten wurde ein Weg in den Busch geschlagen sodass man auf dem steilen Abhang auch vorwärts kommt. Nach 1.5 Stunden sind wir dann plötzlich, ohne richtige Vorwarnung inmitten der Gorillas gestanden. Die "Mubare" Gruppe besteht nur aus 5 Mitgliedern, ist aber die am meisten an Menschen gewöhnte Gruppe, sodass der Abstand von sieben Metern, welcher eigentlich Eingehalten werden muss um einiges unterschritten wurde.  Sabrina hatte sogar direkten Kontakt mit dem Blackback als sich dieser entschloss seinen Standort zu wechseln ist der vor unseren Nasen durchmarschiert und hat Sabrina noch kurz gestreift:-)

Uganda (Gorilla)

Das Gorilla Tracking wurde von vielen Reisenden als absolutes Highlight bezeichnet, wir können das nur bestätigen und empfehlen jedem welcher sich in der Region befindet dies zu machen, ein unvergessliches Erlebnis.

Uganda

Zurück nehmen wir dann die "bessere" Piste unter die Räder, haben uns am Lake Bunyonyi nochmals entspannt und sind dann Richtung Ruanda gestartet. Durch diverse Teeplantagen sind wir nach Kigali gefahren und wollten unsere, durch die schlechten Pisten, sehr in Mitleidenschaft gezogenen Hinterradbremse nochmals genau anschauen. Bei der Toyota Garage hat die Begründung, dass unser Bus ja die selben Farben wie Ihr Logo hat nichts gebracht, die wollten einfach wirklich nichts an dem Auto machen. Aber wie das Leben so ist, taucht da plötzlich Jean Paul mit seinem VW Bus Syncro auf und eskortiert uns durch die halbe Stadt in die angeblich beste VW-Garage in Ruanda --> Ein Innenhof mit ein paar vergammelten VW Golf. Die Mechaniker waren freundlich, die Gespräche spannend, die Arbeit aber für nichts, haben dann die Bremse 5min später auf einem Parkplatz wie immer selber angezogen. Dafür wissen wir jetzt, wie man Tutsi, Hutu und Kongolesen unterscheidet. Da von allen jemand anwesend war, wurde Anhand des "Nasenlochtests" die Angehörigkeit demonstriert, so kann man zum Beispiel bei dem Hutu Mechaniker  nur einen Finger in sein Nasenloch stecken, der Hutsi Mechaniker dagegen bekommt da locker pro Nasenloch drei Finger rein. Es war wirklich lustig und vorallem schön zu sehen, dass zumindest im "normalen" Leben Hutu und Tutsi friedlich zusammen Leben.

Die Campingplatz suche in Kigali gestaltete sich dann als sehr schwierig. Am Schluss landeten wir in einem der edelsten Hotels der Stadt, haben uns von der Rezeptionistin über den Chef-Sicherheitsangestellten bis zum Hotelmanager vorgearbeitet mit unserem anliegen "eine Nacht auf dem Parkplatz zu parken".

Am letzten Tag in Ruanda haben wir uns dann noch die Genozid Gedenkstätte bei der Nyanza Kirche angeschaut, wo in Verbindung mit dem Völkermord im Jahre 1994 mehrere tausend Menschen, darunter viele Frauen und Kinder getötet wurden. Im ganzen Land sind über 800'000 Tutsis Opfer des Völkermordes geworden.

Ruanda

Weiter fahren wir auf direktem Weg nach Dar es Salam. In Nairobi schon haben wir mit Marcel und Johanna plus Kindern in Dar abgemacht, da wir aber zu lange in Uganda und Ruanda unterwegs waren wussten wir nicht genau, ob Sie noch dort sind. Der Plan zusammen direkt nach Mocambique zu fahren fällt aber sowieso ins Wasser, da erstens die Pisten durch die starken Regenfälle unpassierbar sind und zweitens im Norden des Landes nach "inoffiziellen" Informationen die Cholera ausgebrochen ist.

Der Weg nach Dar es Salam ist lang, die Speedbumps zahlreich und die Polizeikontrollen so nervig wie noch nie. Einer dieser Tropenköpfe von Polizisten wollte uns eine Busse verteilen, da wir Barfuss gefahren sind. Nach 20'000km durch 13Länder Barfuss will der uns eine Busse geben? Natürlich haben wir nichts bezahlt. 

Da wir auf das Malawi Visum ein paar Tage warten mussten haben wir uns kurzerhand ein Boot nach Sansibar genommen. Wir sind durch Stone Town gebummelt, haben den Pool im Hotel genossen und sind vor Prison Island schnorcheln gegangen. Wir sind positiv überrascht von den Leuten in Stone Town, die anfänglichen Enttäuschungen welche wir mit den Leuten in Tansania gemacht haben sind schon bald vergessen. Ohne die ganze Zeit blöd angequatscht zu werden oder irgendwelche geschäftige Leute welche mit den beiden weissen das Geschäft ihres Lebens machen wollen kann man sich in Stone Town frei bewegen.

Zurück haben wir uns dann 10min in ein Flugzeug gesetzt um die Inseln noch von oben zu bestaunen, jetzt sind wir wieder in Dar es Salam und schwitzen uns bei 35Grad im Schatten einen ab:-)

Sansibar

Sabrina und Gianni

Mittwoch, 24. März 2010

Nairobi - Kampala

So, schon wieder News aus der Front. Nach unserem "Familienurlaub" konnten wir unseren Bus im Jungle Junction in Nairobi wieder in Empfang nehmen, haben noch die eine oder andere Reparatur bzw. Modifikation vorgenommen und sind dann langsam Richtung Uganda losgefahren. Lake Naivasha und Eldoret sollten also unsere letzten Stationen von einem sehr langen Kenia Aufenthalt werden.

Uganda 0000

Nach einer kurzen Prozedur an der Grenze sind wir dann Richtung Sippi Falls gefahren. Da die Regenzeit langsam einsetzt wussten wir nicht genau was uns erwartet, da Wochen zuvor mehrere Personen um das Mt. Elgon Massiv evakuiert werden mussten. Ohne Probleme und bei schönstem Wetter erreichen wir das Dorf Sippi, wo auch die Fälle sind. Auf einer 4stündigen "Wanderung" erreichen wir alle drei Fälle, springen zwischendurch auch mal ins Wasser und geniessen die schönen Wege durch Bananen- und Kaffeeplantagen.

Wie überall in Ostafrika hört man jeden Sonntag laute Musik aus den vielen Kirchen am Strassenrand, wir haben uns dann mal kurz an den Türrahmen gestellt, wurden kurze Zeit später ins innere der aus Wellblech bestehenden "Kirche" gebeten und auch sofort wurde den beiden "Mzungus" ein Stuhl bereit gestellt. Das ganze Dorf war wie jeden Sonntag versammelt und es glich eher einem grossen Fest als einem trockenen "Gottesdienst". Super.

Die Polizisten in Uganda gleichen eher Oberärzten und Hebammen in Ihren weissen Uniformen als wirklich ernstzunehmende Beamten. So war dann auch unsere erste Kontrolle der Oberlacher. Zuerst wurde das Licht kontrolliert, dann die Scheibenwischer und danach sollten wir das Scheibenwischwasser einschalten.....hihihi, dazu müssten wir zuerst an einer Tankstelle mit einem Kompressor Druck im System aufbauen, so passiert es, dass das Wasser kaum aus der Düse an den Boden tropfte und die Scheibe blieb trocken, wir im Auto konnten uns kaum halten vor lauter Lachen. Zum Schluss wollte er noch die Warnblinkanlage sehen.....hihihi, haben wir keine. Als der lustige Beamte uns dann im vollen ernst dafür eine Busse schreiben wollten, lenkten wir das Thema kurzerhand von der fehlenden Warnblinkanlage auf die super netten Polizisten in Uganda, die super Strassen im Vergleich zu Kenia usw. Die Busse wurde vergessen und wir fahren mit einem Grinsen bis hinter beide Ohren weiter:-)

In Jinja haben wir zwei wunderschöne Tage direkt am Nil verbracht und fuhren dann weiter Richtung Kampala um uns das Rauanda Visum zu besorgen. Kampala haben wir uns eher als ein Provinznest vorgestellt, eine Streusiedlung auf sieben Hügeln, der Verkehr ist aber schlimmer als in Cairo, es wird auch nicht gehupt, sondern einfach gefahren. Zum Glück sind wir anpassungsfähig und konnten uns so in mehreren Stunden im "City Center" durch die Massen kämpfen:-)

In Uganda fährt man "Boda Bodas", also wollten auch wir das günstige Motorradtaxi nutzen um unser Visa abzuholen, ich habe keine Ahnung was ich mir gedacht habe als ich den Fahrer gefragt habe ob wir auch zu zweit bei im aufsitzen dürfen. Mit einem Grinsen im Gesicht hat er uns das erlaubt, ist ja auch kein Wunder, wenn die Einheimischen zu viert mit sieben Hühnern damit durch die Stadt fahren, hat es für zwei "Mzungus" auch Platz:--) Die fahrt war Halsbrecherisch, Der Fahrer bekam fast keine Luft, da sich Sabrina so fest an Ihm festhielt, trotzdem ein super Erlebnis.

Weiter wollten wir im Norden in den Murchinson Nationalpark. Schon lange sind wir keine richtig langen Pisten mehr gefahren, die Tage im Norden Ugandas sollten das ändern. Der Ausflug mit dem Boot zu den Fällen war sehr schön, am Ufer konnte man Büffel und Elefanten beobachten, viele Hippos, die wohl hässlichsten Tiere neben den Maribus tauchen in Massen immer wieder direkt neben dem Boot auf und auch riesige Krokodile konnten beobachtet werden.

Einen Tag später fahren wir mal wieder mit Walter auf Safari, Büffel, Elefanten, Giraffen usw. in einer genialen Landschaft zu beobachten war wie immer ein Traum. Walter hat sich auch als Fluchtfahrzeug bewährt, als wir direkt (damit meinen wir auch direkt) neben einem Elefanten halt machen um noch ein paar Fotos zu schiessen, startet der laut trötend den Angriff auf uns, der erste Gang wurde relativ schnell gefunden und ab ging die Post. Keine Ahnung was der für ein Problem mit uns oder dem Bus hatte, vielleicht wollte er Geld für die Fotos, wie alle in Afrika:-)

Die letzte Nacht im Park war dann sehr regnerisch, sodass die 80km Piste aus dem Park das reinste Abenteuer mit unserem Auto darstellte. Viel Schlamm in den ungeeignetsten Steigungen mit Stufen und Wasserlöcher machten uns das Leben schwer, der umgestürzte Baum auf der Strasse wurde für uns auf die Seite geräumt von einer Gruppe Amerikanern, welche wie immer noch ein paar Fotos vom Auto machen und uns mit einem "i love this car" oder "nice car" verabschieden.

13 Uganda

Jetzt sind wir wieder in Kampala, erklären allen Amerikanern stündlich wie man mit so einem "nice car" nach Afrika fährt und geniessen die warme Dusche und das kalte Bier:-)

Sabrina und Gianni